DIE VORTREFFLICHE MORAL DES PROPHETEN (S.A.W.S)
WIE SIE IM QURAN BERICHTET WIRD

Der Prophet (s.a.w.s) praktizierte lediglich, was ihm offenbart wurde
Das Gottvertrauen des Propheten (s.a.w.s): Ein Beispiel für alle Menschen
Der Prophet (s.a.w.s) tat niemals etwas anderes, als zu versuchen, Gott zu gefallen,
und er erwartete dafür keine Gegenleistung von anderen

Die Geduld des Propheten (s.a.w.s) angesichts von Widrigkeiten
Der Prophet (s.a.w.s) war von großer Toleranz
Die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s) war beispielhaft
Wer dem Propheten (s.a.w.s) gehorcht, gehorcht Gott
Der Prophet (s.a.w.s) ermahnte und erinnerte die Menschen in einer Weise, die ihr Gewissen beeinflußte
Der Prophet (s.a.w.s) pries den Herrn ohne Unterlaß
Der Prophet (s.a.w.s) brachte frohe Botschaft
Der Prophet (s.a.w.s) erinnerte sein Volk dass auch er nur ein Mensch war
Der Prophet (s.a.w.s) nahm den Muslimen ihre Sorgen
Der Prophet (s.a.w.s) war immer rücksichtsvoll und mitfühlend zu den Gläubigen
Die Gebete des Propheten (s.a.w.s) um Vergebung für die Gläubigen
Die Almosen die der Prophet (s.a.w.s) von den Gläubigen erhielt, dienten zu deren Läuterung
Der Prophet (s.a.w.s) beriet sich mit den Gläubigen
Gott gab dem Propheten (s.a.w.s) Ruhm und Ehre
Der Prophet (s.a.w.s) war immer rücksichtsvoll und höflich
Gott schützte den Propheten (s.a.w.s)
Der Prophet (s.a.w.s) legte großen Wert auf Sauberkeit
Die Gebete des Propheten (s.a.w.s)


Gott hat im Quran offenbart, dass der Prophet (s.a.w.s) die edelste Moral besaß und Er sagt:

… Bei der Schreibfeder und was sie schreiben! Du bist - begnadet von deinem Herrn - nicht besessen! Und du erhältst wahrlich unendlichen Lohn, und du bist fürwahr von edler Natur. Bald wirst du sehen, und bald werden sie sehen, wer von euch der Besessene ist. Dein Herr, Er weiß gewiß am besten, wer von Seinem Wege abgeirrt ist. Und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure al-Qalam, 1-7)

Gott enthüllt in diesem Vers auch, dass der Prophet (s.a.w.s) ein unermüdlicher Arbeiter auf Seinem Weg war. Das bedeutet, dass er immer eine vortreffliche Moral zeigte und niemals von Gottes Weg abwich.

Wie der Prophet (s.a.w.s) mit den Worten „Der perfekteste Gläubige ist der mit dem besten Benehmen“4 klarmacht, ist Moral eine der wichtigsten Elemente des wahren Glaubens. Deswegen ist es eine religiöse Pflicht, Moral zu lernen und sie in beispielhafter Weise zu praktizieren.

Dieses Kapitel wird eine Reihe von Beispielen jener Moral diskutieren, die von unserem Propheten (s.a.w.s) empfohlen wird.

Der Prophet (s.a.w.s) praktizierte lediglich, was ihm offenbart wurde

Ein bedeutendes Merkmal, das wiederholt im Quran im Zusammenhang mit dem Propheten (s.a.w.s) genannt wird, ist die Tatsache, dass er nur das tat, was Gott ihm offenbarte und gebot, ohne sich darum zu kümmern, was andere darüber denken könnten. Einflußreiche Leute und Angehörige anderer Religionen jener Zeit verlangten von ihm, er solle Regeln verkünden, die ihnen zum Vorteil gereichen würden. Obwohl diese Zeitgenossen zahlreich und mächtig waren, hielt sich der Prophet (s.a.w.s) peinlich genau an die Gebote Gottes und des Quran. Gott berichtet folgendes in einem Vers:

Und wenn ihnen Unsere deutliche Botschaft verkündet wird, sprechen diejenigen, welche keine Begegnung mit Uns erwarten: "Bring uns einen anderen Quran als diesen oder ändere ihn ab." Sprich: " Es steht mir nicht frei, ihn aus eigenem Antrieb abzuändern. Ich folge nur dem, was mir geoffenbart wurde. Wahrlich, ich müsste die Strafe eines gewaltigen Tages befürchten, falls ich mich gegen meinen Herrn empören würde." Sprich: "Hätte Gott dies gewollt, hätte ich ihn euch nicht vorgetragen und euch nicht damit belehrt. Ich hatte doch schon ein Leben lang unter euch gelebt. Begreift ihr denn nicht?" (Sure Yunus, 15-16)

Hamid Aytac. Eine Kalligraphie in der Celi Thuluth Schrift. In einem Hadith stellt der Prophet fest, die besten Menschen seien jene, die anderen nützlich sind.

In mehreren Quranversen warnte Gott den Propheten (s.a.w.s) im Zusammenhang mit dem Verhalten seines Volkes. Zum Beispiel:

Und Wir sandten zu dir in Wahrheit das Buch hinab, (vieles) bestätigend, was ihm an Schriften vorausging, und (über ihren Wahrheitsgehalt) Gewissheit gebend. Darum richte zwischen ihnen nach dem, was Gott hinabsandte. Folge nicht ihren Neigungen, um nicht von der Wahrheit, die zu dir gekommen ist, abzuweichen. Jedem von euch gaben Wir ein Gesetz und einen Weg. Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten. Zu Gott ist euere Heimkehr allzumal, und Er wird euch dann darüber aufklären, worüber ihr uneins seid. Und so richte unter ihnen nach dem, was Gott hinabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, und hüte dich vor ihnen, damit sie dich nicht dazu verführen, von etwas abzuweichen, das Gott zu dir hinabgesandt hat. Und wenn sie den Rücken kehren, so wisse, dass Gott sie für manche ihrer Sünden treffen will. Wahrlich, viele Menschen sind Frevler. (Sure al-Ma'ida, 48-49)

Der Prophet (s.a.w.s) versicherte mehrfach und bestimmt, er tue nichts, was Gott ihm nicht offenbart habe. Ein Vers, der diese überlegene Moral des Propheten (s.a.w.s) verdeutlicht, lautet:

Sprich: "Ich sage zu euch nicht: "Bei mir sind Gottes Schätze" und nicht: "Ich kenne das Verborgene". Auch sage ich nicht zu euch: "Ich bin ein Engel". Ich folge nur dem, was mir offenbart wurde." Sprich: "Ist etwa der Blinde dem Sehenden gleich? Wollt ihr denn nicht in euch gehen?" (Sure al-An‘am, 50)

Entschlossen und standhaft auf dem Weg Gottes berichtete der Prophet (s.a.w.s) den Menschen in der angenehmsten Art und Weise von der wahren Religion. Ein Vergleich des Propheten (s.a.w.s) mit der großen Mehrheit der Menschen macht seine überlegenen Qualitäten besonders deutlich. Die meisten Menschen, sowohl heute als auch in der Vergangenheit verzehren sich in Begierden, Sehnsüchten und Leidenschaften. Obwohl die große Mehrheit an die Religion glaubt, ist es ihnen nicht möglich, diese Besessenheiten zu überwinden. Anstatt solche Begierden aufzugeben, machen sie Konzessionen, wenn es um ihre religiösen Pflichten geht. Sie vernachlässigen diese, zum Beispiel aus Sorge darüber, was ihre Ehepartner, Verwandten oder Freunde dazu sagen würden; oder sie können Gewohnheiten, die mit der Religion unvereinbar sind, nicht aufgeben. So interpretieren sie die Religion entsprechend ihren eigenen Interessen, akzeptieren die Regeln, die ihnen passen und weisen solche Regeln zurück, die ihnen nicht passen.

Der Prophet (s.a.w.s) machte den Wünschen solcher Menschen niemals Konzessionen. Er übermittelte der Menschheit den Quran ohne eine Änderung an Gottes Offenbarungen vorzunehmen, berücksichtigte niemandes persönliche Interessen, und er tat dies ganz einfach aus Gottesfurcht. Gott selbst spricht im Quran von der Heiligkeit (Taqwa) des Propheten (s.a.w.s):

Bei dem Stern, wenn er sinkt! Euer Gefährte irrt nicht und wurde nicht getäuscht, noch spricht er aus eigenem Antrieb. Er ist nichts anderes als eine ihm geoffenbarte Offenbarung, die ihn der überaus Mächtige gelehrt hat. Der überaus Weise. Aufrecht stand er da. (Sure an-Nadschm, 1-6)

Und wisst, dass der Gesandte Gottes unter euch ist. Würde er euch in allem folgen, würdet ihr in vielen Angelegenheiten Schaden erleiden. Jedoch hat euch Gott den Glauben lieb gemacht und hat ihn in eueren Herzenr verankert und euch Unglauben, Schändlichkeit und Aufsässigkeit verabscheuenswert gemacht. So sind die Rechtgeleiteten. (Sure al-Hujurat, 7)

Das Gottvertrauen des Propheten (s.a.w.s): Ein Beispiel für alle Menschen

Die Berichte des Quran über Situationen, in die der Prophet (s.a.w.s) geraten ist, zeigen seine Ergebenheit und Unterwerfung unter Gott. Die Worte des Propheten (s.a.w.s), wie er und seine Freunde sich in einer Höhle versteckten, nachdem sie Mekka verlassen hatten, gehören zu den besten Beispielen für diese Unterwerfung. Der Quran berichtet:

Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) dass ihm bereits Gott geholfen hat als ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren, und als er zu seinem Gefährten sprach: "Sei nicht traurig! Siehe, Gott ist mit uns." Da sandte Gott Seinen großen Frieden auf ihn nieder und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht. Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Gottes Wort überlegen. Und Gott ist mächtig und weise. (Sure at-Tawba, 40)

Meine bloß nicht, dass Gott das Verhalten der Ungerechten unbeachtet lässt. Siehe, Er säumt mit ihnen nur bis zum Tage, an dem die Blicke starr werden.
(Sure Ibrahim, 42)

In welcher Situation er sich auch immer befand, der Prophet (s.a.w.s) unterwarf sich immer Gott, wissend, dass Schönheit und Güte in allem ist, das Er erschaffen hat. Diese im Quran berichteten Worte des Propheten (s.a.w.s) an sein Volk legen Zeugnis davon ab:

Trifft dich Gutes, so betrübt es sie. Trifft dich ein Unheil, so sagen sie: "Wir haben uns ja schon abgesichert, " und wenden sich vergnügt ab. Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen." (Sure at-Tawba, 50-51)

Der Prophet (s.a.w.s) war durch seine Unterwerfung unter Gott ein Beispiel für alle Muslime, und er warnte die Menschen, sie würden niemals die Macht haben, irgend etwas von Gott kommendes zu ändern.

„Alles ist vorherbestimmt – selbst Können und Unfähigkeit.“5

"… Wenn du etwas erbitten möchtest, dann erbitte es von Gott, und wenn du Hilfe suchst, dann suche Hilfe bei Gott. Wisse, selbst wenn alle Menschen sich zusammenfänden, dir Gutes zu tun, so könnten sie dir nur das an Gutem tun, was Gott für dich aufgeschrieben hat, und wenn sie sich zusammenfänden, die zu schaden, so könnten sie dir nur den Schaden zufügen, den Gott für dich aufgeschrieben hat. Die Schreibfedern sind beiseite gelegt und die Tinte ist trocken.“(6)

Jeder Gläubige, der der Sunnah des Propheten (s.a.w.s) folgt, muß jedes Unglück mit derselben Ergebenheit hinnehmen, wie er der Prophet (s.a.w.s) es getan hat, und er muß daran glauben, dass es in Allem etwas Schönes und Gutes gibt. Wir dürfen nicht vergessen, dass auch Prophet Muhammad (s.a.w.s), einer der Gottesfürchtigsten Diener Gottes, durch große Widrigkeiten und Versuchungen geprüft wurde.

Es gab Menschen, die nur darauf warteten, Unfrieden zu stiften in den Gemeinden, an die er sich wandte. Sie heuchelten Ergebenheit, doch verschworen sich gegen den Propheten (s.a.w.s). Polytheisten weigerten sich, die Religion ihrer Vorfahren aufzugeben, andere verlangten von ihm, für ihre eigenen Interessen zu handeln, sie versuchten, ihn verhaften, verbannen und ermorden zu lassen. Es wurden ihm auf jede erdenkliche Weise Steine in den Weg gelegt.

Der Prophet (s.a.w.s) war stets geduldig mit den Ungläubigen. Er fuhr fort, die Religion Gottes zu übermitteln und die Muslime im Quran zu unterweisen und sie vor Gefahren zu beschützen. Die Quelle seines Mutes, seiner Entschlossenheit und seines Erfolgs lag in seinem starken Glauben an Gott, in seiner Heiligkeit und Ergebenheit. Der Prophet (s.a.w.s) wußte, dass Gott immer mit ihm war und dass jedes Ereignis, jede Situation von Gott vorherbestimmt war. Er wußte, dass alles von Gott gesandt wurde und sich zum Besten wenden würde. Der folgende Hadith des Propheten (s.a.w.s) ist ein Beispiel für seine Ergebenheit:

"Seltsam sind die Wege des Gläubigen, denn in allen seinen Angelegenheiten ist etwas Gutes, und dies ist nicht so bei anderen, nur bei dem Gläubigen, denn er kann Freude empfinden dank [Gott], und so geschieht ihm Gutes, und wenn er in Not gerät (und diese geduldig erträgt) und Ergebenheit zeigt, dann ist dabei Gutes für ihn.“(7)

Der Prophet (s.a.w.s) gab in jeder Situation sein Bestes, obwohl er wußte, dass der Ausgang allein von Gott abhing. Er vertraute auf Ihn, und Gott ließ ihn dafür Stärke und Erfolg haben.

Gott wies den Propheten (s.a.w.s) an, geduldig zu sein angesichts derer, die sich widersetzten, und er hielt sich sein ganzes Leben lang an diese Anweisung. Ein Vers berichtet:

Und sie spielen Gehorsam vor. Sobald sie jedoch von dir weggehen, verschwören sich brütet ein Teil von ihnen des Nachts etwas anderes aus als was sie sagten. Gott aber schreibt auf, was sie ausbrüten. Darum wende dich von ihnen ab und vertraue auf Gott; und Gott genügt als Beschützer. (Sure an-Nisa, 81)

Auch die Worte, die dem Propheten (s.a.w.s) in anderen Situationen der Versuchung zu sprechen befohlen wurden, offenbaren seine Heiligkeit und Ergebenheit:

Und wenn sie mit dir streiten, so sprich: "Ich habe mich völlig Gott ergeben und ebenso diejenigen, welche mir folgen. Und sprich zu jenen, denen die Schrift gegeben wurde und zu den Unbelehrten: Werdet ihr Muslime?" Falls sie Muslime werden, sind sie geleitet. Kehren sie sich jedoch ab, dann obliegt dir nur die Predigt. Und Gott sieht Seine Diener. (Sure Al Imran, 20)

Der Prophet (s.a.w.s) sagt über die Vergeltung für jene, die sich unterwerfen: Wenn Ihr euch Gott völlig unterwerft, wird Er für eure Nahrung genauso sorgen, wie Er für die Nahrung der Vögel sorgt. Sie ziehen des Morgens mit leerem Magen los und kehren des Abends mit vollem Magen zurück.(8)

Die Worte und Taten des Propheten (s.a.w.s) sind die bestmöglichen Beispiele für die Gläubigen. Darum muß jeder Gläubige, wenn er in Schwierigkeiten gerät oder in eine Situation, die er nicht mag, an die Verse des Quran denken und daran, dass alles von Gott erschaffen wird. Er muß sich unterwerfen wie der Prophet (s.a.w.s) und das ihm von Gott zugedachte Schicksal hinnehmen.

Der Prophet (s.a.w.s) tat niemals etwas anderes, als zu versuchen, Gott zu gefallen, und er erwartete dafür keine Gegenleistung von anderen

Der Mensch muß sein ganzes Leben auf die Liebe zu Gott und auf Gottesfurcht gründen, dies ist ein fundamentaler Glaubensgrundsatz des Islam. Der Mensch muß seinen Pflichten einzig und allein nachkommen, um das Wohlgefallen und die Gnade Gottes zu gewinnen und das Paradies zu erlangen. Gott sagt den Gläubigen: „Sprich: Mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gehören Gott, dem Herrn der Welten.“ (Sure al-An’am, 162)

Der folgende Vers sagt den Gläubigen, ihre Religion nur für Gott zu leben, nicht für einen anderen Zweck: „… welche umkehren und sich bessern und ihre Zuflucht zu Gott nehmen und lauteren Glaubens an Gott sind; diese gehören zu den Gläubigen, und wahrlich, Gott wird den Gläubigen gewaltigen Lohn geben.“ (Sure an-Nisa, 146) Jeder der an Gott festhält, der weiß, dass es keinen anderen Gott gibt als Gott, der sein Leben ausschließlich lebt, um Sein Wohlgefallen zu erlangen, der niemals den Glauben an Ihn aufgibt, der zeigt, dass er wahrhaft gläubig ist.

Kein aufrichtiger Gläubiger versucht, Liebe, Sympathie und Lob von irgend jemand anderem zu erhalten, als von Gott, und er zeigt dies in seinen Handlungen und der Verrichtung seiner religiösen Pflichten. Die allerbesten Beispiele für solch aufrichtige Gläubige sind der Prophet Muhammad (s.a.w.s) und die anderen Propheten – Friede sei auf ihnen allen.

Der Prophet (s.a.w.s) suchte Gottes Wohlgefallen zu gewinnen, und er verbrachte sein Leben damit, Seine Gnade zu erlangen, Sein Mitgefühl und das Paradies, wobei er niemals eine Gedanken an persönliche Interessen oder weltlichen Gewinn verschwendete.

Sprich: "Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, und ich maße mir nichts an. (Sure Sad, 86)

Sprich: "Ich verlange keine Belohnung von euch. Sie ist für euch. Mein Lohn ist allein bei Gott. Und Er ist Zeuge aller Dinge." (Sure Saba, 47)

Die Geduld des Propheten (s.a.w.s) angesichts von Widrigkeiten

Während seiner Mission war der Prophet Muhammad (s.a.w.s) vielfältigen Widrigkeiten ausgesetzt. Leugner und Polytheisten seines eigenen Volkes beleidigten ihn auf das Übelste, nannten ihn einen Zauberer oder einen Verrückten. Andere wollten ihn tot sehen und planten Attentate auf ihn. Trotz alledem versuchte der Prophet, Menschen jeden Hintergrunds und jeder Kultur über den Quran zu belehren, also über eine saubere Moral und gutes Verhalten.

Wie die Quranverse berichten, hatten manche Menschen nicht die leiseste Vorstellung über die Grundlagen von Manieren, und so kam es ihnen überhaupt nicht in den Sinn, wie peinlich dies für jemanden mit überlegener Moral sein könnte. Der Prophet (s.a.w.s) bewahrte die größte Geduld unter diesen Umständen, wendete sich Gott zu und bat um Seine Hilfe, und er wirkte auf die Gläubigen ein, sich in Geduld zu üben und sich zu unterwerfen.

In vielen Versen des Quran, rät Gott dem Propheten (s.a.w.s) trotz der Worte der Ungläubigen geduldig zu sein:

So ertrage, was sie sagen, und lobpreise deinen Herrn vor Aufgang der Sonne und nach(ihrem) Untergang, (Sure Qaf, 39)

Und lass dich von ihrem Gerede nicht betrüben. Siehe, alle Macht und Ehre ist bei Gott. Er ist der Hörende, der Wissende. (Sure Yunus, 65)

Wahrlich, Wir wissen, dass deine Brust wegen ihrer Worte beklommen ist. (Sure al-Hidschr, 97)

Vielleicht möchtest du einen Teil von dem, was dir geoffenbart wurde, zurückhalten, da dein Herz beklommen ist, weil sie sagen: "Warum wurde ihm kein Schatz herabgesandt?" oder "Warum kam kein Engel mit ihm?" Du aber bist nur ein Warner. Und Gott hat Macht über alle Dinge. (Sure Hud, 12)

Und nichts hinderte die Menschen zu glauben, nachdem die Rechtleitung zu ihnen gekommen war, und ihren Herrn um Verzeihung zu bitten, außer dass sie warteten, ob mit ihnen nach dem Beispiel früherer Völker verfahren oder ob die Strafe ihnen offen vor Augen gestellt wird. (Sure al-Kahf, 55)
Charles Robertson, Mathaf Galerie, London

Gläubige müssen an all die Dinge denken, bei denen Gottes Botschafter sich geduldig zeigte, und sie müssen ihn sich zum Vorbild nehmen, wenn sie mit ihren eigenen Problemen umgehen. Wer bei dem kleinsten Problem verzweifelt, wer den geringsten Widerspruch nicht ertragen kann, wer aufhört, die Religion Gottes zu predigen oder wer die Hoffnung verliert, wenn die Geschäfte schlecht gehen, muß sich darüber klar sein, dass solches Verhalten dem heiligen Buch und den Aussprüchen und Taten des Propheten (s.a.w.s) widerspricht. Gläubige müssen immer geduldig sein, sich von Gott helfen lassen und Ihm Dank erweisen, die überlegene Moral unseres Propheten (s.a.w.s) annehmen und auf die Gnade, das Mitgefühl und das Paradies unseres Herrn hoffen.

Der Prophet (s.a.w.s) war von großer Toleranz

Aus der G. Mesara Sammlung. Ein Quranvers im kalligraphischen Stil von Esma-i Nebi:
Und Wir entsandten dich fürwahr aus Barmherzigkeit für alle Welt. (Sure al-Anbiya', 107)

Doch es gab Menschen von anderem Charakter in der Umgebung des Propheten (s.a.w.s). Er jedoch zeigte Interesse an jedermann, hielt den Menschen ihre Fehler vor, warnte sie und versuchte, sie über alle Dinge zu belehren, von der Hygiene bis zu Fragen des Glaubens. Seine mitfühlende, tolerante, verständnisvolle und geduldige Art erwärmte die Herzen vieler seiner Zeitgenossen für den Islam und machte den Propheten (s.a.w.s) den Menschen sehr sympathisch. Gott beschreibt die angenehme Art des Propheten (s.a.w.s):

Und dank der Barmherzigkeit Gottes warst du gütig zu ihnen. Wärest du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie vor dir davongelaufen. Darum vergib ihnen und bete für sie um Verzeihung… (Sure Al Imran, 159)

In einem anderen Vers sagte Gott dem Propheten (s.a.w.s), wie er sich seiner Umgebung gegenüber zu benehmen habe.

Wir wissen wohl, was sie sagen; doch du kannst sie nicht zwingen. Darum ermahne mit dem Quran alle, die Meine Drohung fürchten. (Sure Qaf, 45)

Der Prophet (s.a.w.s) übte weder Druck auf andere aus, damit sie die Religion akzeptierten, noch zwang er ihnen irgendwelche Bedingungen auf. Er wählte statt dessen grundsätzlich die höflichsten Umgangsformen, wenn er zu ihnen über die Religion sprach.

Er half der Gemeinschaft der Gläubigen gewissenhaft wo er konnte und war jederzeit wohltätig. Aufgrund dieser Eigenschaften wird der Prophet (s.a.w.s) in vielen Versen als „euer Begleiter“ beschrieben. (Sure Saba, 46; Sure an-Najm, 2; Sure at-Takwir, 22).

Und wenn sie (dir) den Rücken zukehren, dann sprich: „Gott allein genügt mir! Es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn vertraue ich. Und Er ist der Herr des herrlichen Thrones.“ (Sure at-Tawba, 129)

Jene Gläubigen, die die Gewissenhaftigkeit des Propheten (s.a.w.s) verstehen konnten, sahen ihn als ihnen näher stehend als andere, und sie ordneten sich ihm unter. Gott berichtet in einem Vers:

Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Gattinnen sind ihre Mütter… (Sure al-Ahzab, 6)

Imam Ghazali, der große Islamische Gelehrte faßt das Benehmen des Propheten (s.a.w.s) gegenüber seiner Umgebung anhand einiger Hadithen wie folgt zusammen:

… Jeder glaubte, der Prophet ehre ihn selbst mehr als andere. Wer auch immer zu ihm kam, konnte sein Gesicht sehen.

… Er sprach seine Gefährten ehrerbietig mit ihren Familiennamen an, und wer keinen Familiennamen hatte, dem gab er einen.

... Er war sehr liebenswürdig und höflich gegenüber den Menschen.

... Niemand konnte seine Stimme erheben in seiner Versammlung.(9)

Die Menschenfreundlichkeit des Propheten (s.a.w.s) sein edles Denken und sein Mitgefühl, die seine Umgebung sich der wahren Religion zuwenden ließ und ihre Herzen für den Glauben erwärmte, ist von der überlegenen Moral, die alle Muslime an den Tag zu legen versuchen sollten.

 

Die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s) war beispielhaft

Gott gebietet den Gläubigen:

O ihr, die ihr glaubt! Tretet für die Gerechtigkeit ein, wenn ihr vor Gott Zeugnis ablegt, und sei es gegen euch selber oder euere Eltern und Verwandten. Handele es sich um arm oder reich, Gott steht euch näher als beide. Und überlasst euch nicht der Leidenschaft, damit ihr nicht vom Recht abweicht. Wenn ihr (das Recht) verdreht oder euch (von ihm) abkehrt, siehe, Gott weiß, was ihr tut. (Sure an-Nisa, 135)

Die Regeln, die er den Muslimen auferlegte, seine gerechte und tolerante Haltung gegenüber anderen Religionen, Sprachen, Rassen und Völkern und sein Grundsatz, keinen Unterschied zu machen zwischen arm und reich, sondern jeden gleich zu behandeln, machen Gottes Botschafter (s.a.w.s) zu einem nachahmenswerten Beispiel für die gesamte Menschheit. Gott sagt dem Propheten (s.a.w.s) in einem Vers:

Sie lauschen jeder Lüge und verschlingen Unerlaubtes! So sie zu dir kommen, richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Wenn du dich von ihnen abwendest, werden sie dir nichts zuleide tun. Und wenn du richtest, richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Siehe, Gott liebt die Gerechtigkeit Übenden. (Sure al-Ma'ida, 42)

Der Prophet (s.a.w.s) gehorchte den Befehlen Gottes selbst bei solch schwierigen Menschen, und er machte niemals Konzessionen, wenn es darum ging, das Recht durchzusetzen. Die Worte „Mein Herr hat Gerechtigkeit befohlen…“ (Sure al-A‘raf) machen ihn für alle Zeiten zum Vorbild.

Eine ganze Reihe von Ereignissen legt Zeugnis ab von der Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s). Er lebte an einem Ort, an dem Menschen verschiedener Religionen, Sprachen, Rassen und Völker zusammen lebten. Es war schwer für diese Gemeinschaften, in Sicherheit und Frieden zusammen zu leben und diejenigen herauszufinden, die Unfrieden stifteten. Eine Gruppe konnte gegen eine andere aggressiv werden und bei dem geringsten Anlaß über sie herfallen. Doch die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s) war ebenso eine Quelle des Friedens und der Sicherheit für die anderen Gemeinschaften, wie für die Muslime. Zur Zeit des Propheten (s.a.w.s) wurden Christen, Juden und Heiden alle gleich behandelt. Der Prophet richtete sich nach dem Vers „Es gibt keinen Zwang, was die Religion betrifft“ (Sure al-Baqara), und er erklärte jedermann die wahre Religion, überließ es aber jedem einzelnen sich zu entscheiden.

Haci Nazif Bey. Ein Quranvers:
“ … Gott
gebietet euch, … wenn ihr unter den Leuten richtet, nach Gerechtigkeit zurichten.“ (Sure an-Nisa', 58)

In einem anderen Vers offenbarte Gott dem Propheten (s.a.w.s) die Art von Gerechtigkeit und Schlichtung, die er gegenüber Menschen anderer Religionen anwenden sollte.

Lade darum dazu ein und verhalte dich richtig, so wie dir anbefohlen worden ist. Und folge nicht ihren Neigungen und Abneigungen, sondern sprich: "Ich glaube an das Buch, das Gott hinabgesandt hat. Mir wurde geboten, zwischen euch gerecht zu richten. Gott ist unser Herr und euer Herr; für uns unsere Werke und für euch euere Werke! Kein Streit sei zwischen uns und euch. Gott wird uns (alle) versammeln, und zu Ihm ist die Heimkehr. (Sure asch-Schura, 15)

Diese noble Haltung des Propheten (s.a.w.s), in völliger Übereinstimmung mit der Moral des Quran sollte als Beispiel genommen werden dafür, wie die Mitglieder verschiedener Religionen heute behandelt werden sollten.

Die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s) führte dazu, dass die Menschen verschiedener Rassen sich verstanden. In vielen seiner Reden, sogar noch in seiner letzten Predigt, sagte der Prophet (s.a.w.s), dass Überlegenheit nicht aus der Zugehörigkeit zu einer Rasse hergeleitet werden kann, sondern ausschließlich aus der persönlichen Frömmigkeit.

Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Sure Hud, 56)

Doch dein Herr ist der Verzeihende, der Barmherzige. Hätte Er sie nach Verdienst züchtigen wollen, so hätte Er ihre Strafe beschleunigt. Jedoch ist ihnen eine Frist gesetzt, vor der sie keine Zuflucht finden werden. (Sure al-Kahf, 58)

O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Gott am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Gott ist fürwahr wissend, kundig. (Sure al-Hujurat, 13)

Zwei Hadithen zitieren den Propheten:

„Ihr seid die Söhne von Adam, und Adam kam aus dem Staub. Die Menschen sollen aufhören, sich mit ihren Vorfahren zu brüsten.“(10)

„Eure Familienstammbäume geben euch nicht das Recht, jemanden zu verunglimpfen. Ihr alle seid Kinder Adams. Niemand ist höhergestellt als irgend jemand anderer, es sei denn, in Religion und Frömmigkeit.(11)

Während seiner letzten Predigt rief der Prophet (s.a.w.s) die Muslime auf:

„Es gibt keine Überlegenheit eines Arabers über einen Nicht-Araber und eines Nicht-Arabers über einen Araber, auch nicht eines Weißen über einen Schwarzen und nicht des Schwarzen über einen Weißen, außer in der Frömmigkeit. Wahrlich, der Edelste unter euch ist, wer am frommsten ist.“(12)

Der Vertrag mit den Christen von Najran im Süden der arabischen Halbinsel ist ein weiteres gutes Beispiel für die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s). Ein Paragraph des Vertrages lautet:

„Das Leben der Menschen von Najran und in den umliegenden Gebieten, ihre Religion, ihr Land, ihr Besitz, ihr Vieh, jene, die anwesend sind und jene, die abwesend sind, ihre Boten und ihre Orte des Gebets stehen unter dem Schutz Gottes und unter der Vormundschaft Seines Propheten (s.a.w.s).“(13)

Der Pakt von Medina, unterzeichnet von den Muslimischen Emigranten aus Mekka, den aus Medina stammenden Muslimen und den Juden aus Medina ist eine anderes wichtiges Beispiel dieser Gerechtigkeit. Dieser Vertrag mit Verfassungscharakter setzte langen Jahren der Feindschaft zwischen den Gemeinschaften verschiedenen Glaubens ein Ende, und er sicherte den Schutz ihrer jeweiligen Interessen. Ein herausragendes Merkmal dieses Vertrages ist die Garantie der Glaubensfreiheit. Der entsprechende Paragraph lautet:

„Die Juden von Banu 'Awf bilden eine Nation mit den Muslimen; Die Juden haben ihre Religion und die Muslime die ihre….“(14)

Paragraph 16 des Vertrages lautet: „Der Jude, der uns folgt, hat Anspruch auf unsere Hilfe und er genießt dieselben Rechte, wie jeder von uns hier. Ihm soll kein Unrecht geschehen, und seinen Feinden soll nicht geholfen werden.“(15) Die Gefährten des Propheten (s.a.w.s) hielten sich selbst nach dessen Tod an diesen Paragraphen des Vertrages, und sie weiteten dessen Gültigkeit aus auf Berber, Buddhisten, Hindus und Menschen anderen Glaubens.

Das goldene Zeitalter des Islam war ein Zeitalter der Sicherheit und des Friedens, was zurückzuführen war auf die von Gerechtigkeit geprägte Einstellung des Propheten (s.a.w.s), der die Quranische Moral verkörperte.

Die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s) weckte auch das Vertrauen von Nicht-Muslimen und viele, auch Polytheisten baten um seinen Schutz. Gott berichtet im Quran von einem Ersuchen der Polytheisten und sagte dem Propheten (s.a.w.s), welchen Standpunkt dieser ihnen gegenüber vertreten sollte:

Und wenn einer der Götzendiener bei dir Zuflucht sucht, dann gewähre ihm Zuflucht, damit er Gottes Wort vernimmt. Dann lass ihn den Ort erreichen, an dem er, sich sicher fühlt. Dies, weil sie ein unwissendes Volk sind. Wie aber können die Götzendiener mit Gott und seinem Gesandten in ein Bündnis treten, außer jenen, mit denen ihr in der Nähe der unverletzlichen Moschee einen Vertrag geschlossen habt? Doch so lange sie euch treu bleiben, haltet ihnen auch die Treue. Siehe, Gott liebt die Gottesfürchtigen. (Sure at-Tawba, 6-7)

Heutzutage ist der einzige Weg, die überall in der Welt existierenden Konflikte und Kämpfe einzustellen, die Übernahme der Moral des Quran und wie der Prophet (s.a.w.s) niemals vom Weg der Gerechtigkeit abzuweichen und keinen Unterschied zu machen zwischen unterschiedlichen Religionen, Sprachen und Rassen.

Wer dem Propheten (s.a.w.s) gehorcht, gehorcht Gott

Gott befiehlt, den Propheten zu gehorchen, die Er gesandt hat. Diese Gesandten waren gesegnete Männer, die Gottes Geboten gehorchten, Seine Offenbarung übermittelten und Gott gefielen durch ihre Worte und Taten und durch ihren gesamten Lebensstil zu Vorbildern wurden. Gott offenbart im Quran, dass jene, die den Gesandten gehorchen, gerettet werden. Aus diesem Grund ist der Gehorsam gegenüber dem Propheten von aller größter Bedeutung. Gott macht die Bedeutung des Gehorsams im Quran klar:

Und Wir entsandten Gesandte nur, damit ihnen mit Gottes Erlaubnis gehorcht würde. Und wenn sie zu dir kämen und Gott um Verzeihung bäten, nachdem sie gegen sich gesündigt haben, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich, dann würden sie Gott vergebend und barmherzig finden. (Sure an-Nisa, 64)

Und wer Gott und dem Gesandten gehorcht, soll unter denen sein, denen Gott gnädig gewesen ist: Den Propheten und den Gerechten und den Märtyrern und den Frommen; das sind gute Gefährten. (Sure an-Nisa, 69)

In mehreren Versen des Quran wird ausgeführt, wer Seinem Gesandten gehorcht, gehorcht in Wahrheit Gott. Wer sich gegen die Gesandten auflehnt, lehnt sich gegen Gott auf, wie folgende Verse verdeutlichen.

… und Seine Schriften und Seine Gesandten und machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten. Und sie sprechen: „Wir hören und gehorchen. Schenke uns Deine Vergebung, unser Herr! Und zu Dir ist die Heimkehr!“ (Sure al-Baqara, 285)

Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Gott. Doch wer den Rücken kehrt - Wir haben dich nicht als ihren Aufpasser entsandt. (Sure an-Nisa, 80)

Diejenigen, welche dir den Treueid leisten, leisten gewiss den Treueid Gott: Die Hand Gottes ist (beim Handschlag) über ihren Händen. Wer eidbrüchig wird, wird zu seinem Nachteil eidbrüchig; wer aber sein Versprechen gegenüber Gott hält, dem wird Er gewaltigen Lohn geben. (Sure al-Fath, 10)

In den Hadithen hob auch der Prophet (s.a.w.s) die Bedeutung des Gehorsams hervor: „Wer mir gehorcht, gehorcht Gott, und wer mir nicht gehorcht, widersetzt sich Gott, und wer dem Herrscher gehorcht, den ich ernenne, gehorcht mir und wer ihm nicht gehorcht, widersetzt sich mir.“(16)

Gott beschreibt den Propheten (s.a.w.s) im Quran als Beschützer und Führer der Gläubigen. So wandten sich die Muslime in allen Angelegenheiten an ihn und holten seinen Rat und seine Erlaubnis ein, bevor sie irgend etwas unternahmen. Bei Kontroversen, die sie nicht unter sich regeln konnten und selbst bei Angelegenheiten, die sie selbst hätten regeln können oder wenn sie ihre Sicherheit, Gesundheit oder Wirtschaft betreffende Nachrichten erhielten, brachten sie diese sofort dem Propheten (s.a.w.s) und folgten seinem sicheren, vertrauenswürdigen Rat.

Dies ist ein wichtiger Aspekt der von Gott im Quran geforderten Moral. In einem Vers befiehlt Er zum Beispiel, alle erhaltenen Nachrichten unverzüglich dem Propheten oder seinen Repräsentanten zu überbringen:

Und wenn ihnen etwas zu Ohren kommt, das Frieden oder Krieg betrifft, verbreiten sie es. Wenn sie es aber (stattdessen) dem Gesandten oder denen, die Befehlsgewalt unter ihnen haben, berichteten, so würden diejenigen es erfahren, die dem nachgehen können. Und ohne Gottes Gnade gegen euch und Seine Barmherzigkeit wärt ihr sicher bis auf wenige Satan gefolgt. (Sure an-Nisa, 83)

Das ein weises, Nutzen bringendes Gebot. Zum einen sind jeder Befehl und jede Regel des Propheten (s.a.w.s) durch Gott abgesichert. Außerdem war der Prophet (s.a.w.s) das weiseste und klügste Mitglied der Gemeinschaft der Gläubigen. Üblicherweise werden die meisten Menschen die intelligenteste Person um Rat fragen, diejenige, die am besten ihrem Gewissen gehorcht, der sie am meisten vertrauen, eine Entscheidung treffen zu können.

außer den kombinierten Charaktereigenschaften des Propheten steckt noch eine weitere Weisheit darin, alle Nachrichten – Informationen – von einer einzigen Person beurteilen zu lassen: Es führt zur besten und intelligentesten Antwort, denn alle zur Beurteilung notwendigen Aspekte sind auf diese Weise einem einzigen Menschen bekannt. Gott befiehlt den Gläubigen in einem Vers, den Propheten (s.a.w.s) zum Richter bei untereinander aufkommenden Streitigkeiten zu bestimmen. Gottes Befehl besagt, alle strittigen Angelegenheiten sollten sofort vor den Propheten gebracht werden, deswegen handelt es sich hierbei um den besten einzuschlagenden Weg im Sinne der Vernunft, er Moral und des Gewissens. Man muß den vom Propheten (s.a.w.s) aufgestellten Regeln daher mit der Überzeugung des Herzens gehorchen und darf keinerlei Vorbehalte ihnen gegenüber haben. Auch wenn seine Entscheidung mit den Interessen des Individuums kollidiert, werden wahre Gläubige sie niemals anzweifeln, sondern dem Gebot des Propheten (s.a.w.s) unverzüglich gehorchen. Gott beschreibt den wichtigen Aspekt des Gehorsams im Quran:

Aber nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht eher glauben, als bis sie dich zum Richter über ihre Streitigkeiten einsetzen und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung finden und sich in Ergebenheit fügen. (Sure an-Nisa, 65)

Manche heuchlerischen Menschen oder Menschen mit schwachem Glauben haben nicht erkannt, dass die Entscheidungen des Propheten durch Gott abgesichert sind und weigerten sich daher, den Propheten (s.a.w.s) über alle Situationen zu informieren, wodurch sie Meinungsverschiedenheiten verursachten. Alle beschreibt solche Menschen im Quran:

Und unter ihnen gibt es einige, welche den Propheten kränken und sprechen: "Er ist ganz Ohr!" Sprich: "Ganz Ohr zu euerem Besten! Er glaubt an Gott und vertraut den Gläubigen und ist eine Barmherzigkeit für die unter euch, welche glauben." Wer aber den Gesandten Gottes kränkt, den erwartet schmerzliche Strafe. (Sure at-Tawba, 61)

Da diese Menschen das Wesen des Glaubens nicht erfaßten und die Bedeutung des Propheten (s.a.w.s) nicht erkannten, nahmen sie eine falsche Haltung ein und versäumten es, ihn umfassend über alle Angelegen zu informieren. Die Unwissenden können ihre Kenntnisse nicht nutzenbringend einsetzen, zum Guten und für die Sicherheit der Menschheit. Sie benutzen sie zu Tratsch und Verleumdung, erzeugen Streit, hetzen die Menschen gegeneinander auf und verschwören sich. Der Prophet (s.a.w.s) hingegen benutzte alle ihm übermittelten Informationen für den Frieden, die Sicherheit und das Wohlergehen der Muslime und der anderen unter seinem Schutz stehenden Gemeinschaften. Er wich möglichen Gefahren aus und vereitelte Komplotte gegen die Gläubigen. Wenn er diejenigen herausfand, deren Glauben schwach war, so ergriff er Maßnahmen, deren Glauben zu stärken und verhinderte alles, was ihren Glauben oder ihre Moral geschwächt haben würde. Seine Maßnahmen gereichten ihnen zu Wohl und führten zu den gewünschten Ergebnissen. Deshalb nennt Gott ihn in einem Vers „ein Ohr Gottes“. Alle Worte, Entscheidungen und Taten des Propheten (s.a.w.s) haben zu positiven Ergebnissen geführt, sowohl für die Gläubigen als auch für die gesamte Menschheit.

Der Prophet (s.a.w.s) ermahnte und erinnerte die Menschen in einer Weise, die ihr Gewissen beeinflußte

Der Prophet (s.a.w.s) verbrachte, nachdem ihm der Quran offenbart worden war, sein Leben damit, die Menschen zur Religion zu rufen und sie auf den rechten Weg zu führen. Gott sagt dem Propheten (s.a.w.s) in einem Vers, wie er sich an die Menschen zu wenden habe:

Sprich: "Dies ist mein Weg. Ich rufe zu Gott - ich und wer mir folgt - aufgrund eines einsichtbaren Beweises. Preis sei Gott! ich bin keiner von denen, die Ihm Gefährten geben." (Sure Yusuf, 108)

Der Quran beschreibt die Schwierigkeiten, denen sich der Prophet (s.a.w.s) gegenüber sah, wenn er die Menschen warnte und ihnen von den Lehren des Quran und der wahren Moral berichtete. Da nicht jeder dem richtigen Weg folgte, machten die Menschen dem Propheten (s.a.w.s) das Leben schwer durch ihre Eifersucht, ihren Hass und ihren Neid. Manche verstanden ihn nicht, andere verhielten sich heuchlerisch, indem sie behaupteten, sie glaubten seinen Worten, wenn sie es in Wahrheit nicht taten. Der Prophet (s.a.w.s) fuhr jedoch entschlossen fort, die Religion zu erklären und beachtete diese Hindernisse nicht. Ein Vers beschreibt die Haltung solcher Menschen.

... Wenn sie euch begegnen, sagen sie zwar: "Wir glauben!" Sind sie jedoch allein, beißen sie sich aus Wut über euch in die Fingerspitzen. Sprich: "Sterbt an euerer Wut!" Siehe, Gott kennt das Innerste der Brüste. (Sure Al Imran, 119)

Ein weiterer Vers befaßt sich mit der Entschlossenheit des Propheten (s.a.w.s) angesichts seiner Opponenten:

Und die, denen Wir die Schrift gaben, freuen sich über das, was zu dir hinabgesandt wurde. Doch es gibt Parteigänger, die einen Teil davon ablehnen. Sprich: "Mir wurde geboten, Gott alleine zu dienen und Ihm keine Partner an die Seite zu stellen. Zu Ihm bete ich, und Er ist mein Ziel." (Sure ar-Ra’d, 36)

Der Prophet fuhr fort, die zu warnen, die nicht glauben wollten und sprach auf die eindringlichste Art über die Religion, in der Hoffnung, sie würden zum Glauben finden und ihren Hass gegenüber ihm und seiner Religion aufgeben. Die Sure an-Nisa beschreibt die Attitüde dieser Menschen gegenüber seinen Worten.

… Sprich: „Mir wurde geboten, nur Gott zu dienen und Ihm keine anderen Götter zur Seite zu stellen. Zu Ihm bete ich, und Er ist mein Ziel.“ (Sure ar-Ra’d, 36)

Siehst du nicht jene, welche behaupten, sie glaubten an das, was auf dich hinabgesandt wurde und was vor dir hinabgesandt wurde? Sie wollen ihre Streitigkeiten vor die Götzen bringen, obwohl ihnen befohlen ist, nicht daran zu glauben. Satan will sie tief abirren lassen. Und wenn zu ihnen gesprochen wird: "Kommt her zu dem, was Gott offenbarte, und zum Gesandten!" dann siehst du die Heuchler sich schroff von dir abwenden. (Sure an-Nisa, 60-61)

Trotz der Doppelzüngigkeit seiner Gegner sprach der Prophet (s.a.w.s) zu ihnen in einer Weise, die ihnen ermöglichen konnte, die Wahrheit zu sehen und die ihr Gewissen beeinflußte. Ein Vers lautet:

Gott weiß, was in ihren Herzen ist. Darum wende dich von ihnen ab und ermahne sie und sprich zu ihnen in Worten, die in ihre Seelen dringen. (Sure an-Nisa, 63)

Es war natürlich eine schwere Verantwortung, seinen Feinden zuzuraten, ihnen ihre Fehler aufzuzeigen und sie auf den rechten Weg zu rufen. Doch jemandem, der wie der Prophet (s.a.w.s) sein Vertrauen in Gott setzt, der weiß, dass der Glaube ein Geschenk von Ihm ist, der nur Gott fürchtet und sonst niemanden, dem wird Gott Hilfe und Unterstützung zuteil werden lassen.

In mehreren Versen des Quran offenbart Gott, Er habe Botschafter gesandt, um jene, die abgeirrt sind, auf den richtigen Weg zurück zu führen, sie zu läutern und sie die heiligen Verse zu lehren.

Der Prophet (s.a.w.s) trug diese ihm von Gott auferlegte Verantwortung sein Leben lang mit großer Geduld, innerer Stärke und Bestimmtheit. Selbst in seiner letzten Predigt kurz vor seinem Tod lehrte und instruierte er die Muslime.

Sami Efendi (1838-1912). Eine Kalligraphie aus der Celi Ta'liq Schrift. Qalam-i Kibar (Sinnspruch): „Der erste Schritt zur Weisheit ist die Gottesfurcht.“

Gott beschreibt es in mehreren Versen:

Demgemäß entsandten Wir zu euch einen Gesandten aus euerer Mitte, euch Unsere Verse vorzutragen, euch zu reinigen, euch das Buch sowie die Weisheit zu lehren, und euch zu lehren, was ihr nicht wusstet. (Sure al-Baqara, 151)

Gott war wahrlich gegen die Gläubigen gnädig, indem Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erweckte, ihnen Seine Verse zu verlesen, sie zu läutern und das Buch und die Weisheit zu lehren; denn siehe, sie wären zuvor in offenkundigem Irrtum. (Sure Al Imran, 164)

Er ist es, Der zu den Ununterrichteten einen Gesandten aus ihrer Mitte entsandt hat, ihnen Seine Verse vorzutragen und sie zu läutern. und sie das Buch und die Weisheit zu lehren - obwohl sie zuvor in offenkundigem Irrtum waren. (Sure al-Dschumu’a, 2)

In einem Vers beschreibt Gott den Rat und die Warnungen des Propheten (s.a.w.s) als etwas, „… was euch Leben gibt“.

O ihr, die ihr glaubt! Antwortet Gott und Seinem Gesandten, wenn sie euch einladen zu dem, was euch Leben gibt. Und wisst, dass Gott zwischen den Menschen und sein Herz tritt, und dass ihr zu Ihm versammelt werdet. (Sure al-Anfal, 24)

Deswegen sind der Rat und die Predigten des Propheten (s.a.w.s) nicht vergleichbar mit denen anderer. Diese Warnungen zu beherzigen ist ein Mittel, Erlösung in dieser und der nächsten Welt zu erlangen. Alle Predigten des Propheten (s.a.w.s) basieren auf einer Weisheit, die die Menschen vor dem Bösen, vor Grausamkeiten, Pessimismus und Leid bewahren wird. Da jeder Rat des Propheten (s.a.w.s) von Gott inspiriert ist, wird jeder aufrichtige Muslim sich ihm unterwerfen und zum Glauben finden.

Die Worte des Propheten (s.a.w.s), die uns überliefert sind, enthalten seinen exzellenten Rat an die Gläubigen. Ein Beispiel ist der Rat an seinen Gefährten Muadh. Es wird berichtet, dass der Prophet (s.a.w.s) wie folgt sprach.

Kam denn zu ihnen nicht die Kunde von denen, die vor ihnen lebten? Vom Volke des Noah, der Ad, der Thamud und vom Volke Abrahams und den Bewohnern Madyans und der zusammengestürzten (Städte)? Es kamen ihre Gesandten mit deutlichen Zeichen zu ihnen, und Gott wollte ihnen kein Unrecht tun, doch sie taten sich selber Unrecht. (Sure at-Tawba, 70)

Meinen die Menschen wohl, in Frieden gelassen zu werden, nur weil sie sagen: "Wir glauben" - und nicht auf die Probe gestellt zu werden? Doch Wir stellten gewiss auch diejenigen auf die Probe, die vor ihnen lebten, und Gott erkennt sowohl die Aufrichtigen wie die Falschen. Oder glauben diejenigen, die Böses tun, dass sie Uns entgehen können? Wie schlecht ist ihr Urteil! (Sure al-Ankabut, 2-4)

„O Muadh, ich rate dir: Fürchte Gott, sprich die Wahrheit, halte deine Versprechen, sei vertrauenswürdig, breche niemandes Vertrauen, schütze deinen Nachbarn, sei freundlich zu den Waisen, sei bescheiden in deiner Rede, sprich friedvoll, tue Gutes, halte fest am Glauben, lerne den Quran, liebe die nächste Welt und fürchte den Tag der Rechenschaft.

O Muadh, ich verbiete dir: Nenne keinen wahrhaftigen Menschen einen Lügner, sündige nicht, sei nicht ungehorsam gegen einen gerechten Richter und säe nicht Zwietracht im Land.

O Muadh, gebiete dir: Fürchte Gott bei jedem deiner Schritte, wenn du an einem Stein, einem Baum, einem Erdhügel vorbeigehst. Bereue deine unbemerkten Sünden still für dich selbst und bereue deine bekannten Sünden öffentlich.“(17)

Auf diese Weise erzog der Prophet (s.a.w.s), die ihm und den Muslimen nahestehenden Menschen und forderte einen guten Charakter von ihnen ein.

Der Prophet (s.a.w.s) pries den Herrn ohne Unterlaß

In Übereinstimmung mit Gottes Gebot aus dem 111.sten Vers der Sure al-Isra, der lautet " … und preise Seine Größe ohne Unterlass!" erinnerte der Prophet (s.a.w.s) an Gott und pries Ihn mit Seinen schönsten Namen, wann immer er etwas erklärte, den Gläubigen riet, den Menschen predigte oder wenn er betete. Er pries Seine Allmacht, Seine Majestät und Größe. Gott sagte dem Propheten (s.a.w.s) in mehreren Versen, wie er sich an die Menschen zu wenden habe.

Sprich: "O Gott, Herrscher aller Herrscher! Du gibst (irdische) Herrschaft, wem Du willst, und nimmst die Herrschaft, wem Du willst. Und du ehrst, wen Du willst, und demütigst, wen Du willst. In Deiner Hand ist das Gute. Wahrlich, Du hast Macht über alle Dinge. Du läßt die Nacht in den Tag übergehen und den Tag übergehen in die Nacht. Und du lässt das Lebendige aus dem Toten erstehen und das Tote aus dem Lebendigen und versorgst, wen Du willst, ohne Maß." (Sure Al Imran, 26-27)

Sprich: "Ob ihr verbergt, was in eueren Brüsten ist oder es kundtut, Gott weiß es. Er weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Gott hat Macht über alle Dinge." (Sure Al Imran, 29)

Sprich: "Siehe, …die Entscheidung darüber liegt bei Gott. Er wird die Wahrheit verkünden, und Er ist der beste Richter." (Sure al-An’am, 57)

Sprich: "O ihr Menschen! Seht, ich bin für alle von euch ein Gesandter Gottes, Dessen das Reich der Himmel und der Erde ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben. Darum glaubt an Gott und Seine Worte und folgt Ihm, damit ihr rechtgeleitet seid." (Sure al-A’raf, 158)

Sprich: "Wäre das Meer Tinte für die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer wäre erschöpft, bevor die Worten meines Herrn versiegen, selbst wenn wir noch einmal so viel (Meer) dazu brächten." (Sure al-Kahf, 109)

Sprich: "Er ist der Eine Gott, Gott, der Absolute. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt, und es gibt keinen, der Ihm gleicht." (Sure al-Ihlas, 1-4)

Wer darauf hofft, Gott zu begegnen - siehe, Gott hält Seine Frist ein. Und Er ist der Hörende, der Wissende.
(Sure al-Ankabut, 5)

Und wer sich mit aller Kraft einsetzt, der setzt sich zu seinem eigenen Besten ein. Gott bedarf wahrlich der Welten nicht.
(Sure al-Ankabut, 6)

Wenn der Prophet (s.a.w.s) einem Muslim riet, erinnerte er ihn zuerst an die Größe Gottes, indem er sprach:

„Es gibt keinen Gott außer Gott, Er ist einzigartig und Er hat niemanden neben sich und niemand ist ihm gleich, gepriesen sei Gott, bei Ihm ist alle Herrlichkeit und es gibt keinen Gott außer Gott, Gott ist der größte und es gibt keine Macht und keine andere Autorität als Gott.“(18)

Jeder Muslim, der sich die Haltung, Moral und Heiligkeit des Propheten (s.a.w.s) zum Vorbild nimmt und nach dem Quran und der Sunnah lebt, muß in einer Weise sprechen, die die Menschen an die Macht und Größe Gottes erinnert, wodurch es ihnen leichter wird, Ihn zu lieben und Gottesfürchtig zu sein. Wenn er spricht, muß er sich grundsätzlich Gottes erinnern, und es muß deutlich werden, dass er sich immer Ihm zuwendet.

Hüseyin Kutlu, Kalligraphie: „MashaAllah.“

Der Prophet (s.a.w.s) riet den Menschen grundsätzlich, Gott zu lieben und ihn selbst, Muhammad, zu lieben wegen ihrer Liebe zu Gott. Ein Hadith lautet:

„Liebt Gott dafür, dass Er für euch sorgt; und liebt mich, weil Gott mich liebt.“(19)

Der Prophet (s.a.w.s) brachte frohe Botschaft

In folgendem Vers der Sure al-Ahzab beschreibt Gott den Propheten (s.a.w.s) als Überbringer froher Botschaft und als Warner: „O Prophet wir sandten dich als Zeugen und Überbringer guter Nachrichten und als Warner.“ Der Prophet (s.a.w.s) warnte die Menschen immer vor den Qualen der Hölle und sprach zu ihnen von der rosigen Zukunft, die die guten Menschen dieser Welt erwartet und über das ewige Leben im Paradies mit Beginn des Jenseits. Der Quran beschreibt diese Seite des Propheten (s.a.w.s) so:

Siehe, Wir entsandten dich mit der Wahrheit, als Freudenboten und Warner; und für die Bewohner der Hölle bist du nicht verantwortlich. (Sure al-Baqara, 119)

Und in voller Wahrheit haben Wir ihn hinabgesandt, und in voller Wahrheit ist er herabgekommen. Und dich entsandten Wir nur als Freudenboten und Warner. (Sure al-Isra, 105)

Und siehe, er ist eine Offenbarung des Herrn der Welten. Mit ihm kam der getreue Geist herab auf dein Herz, damit du einer der Warner seist (Sure ash-Shu’ara, 192-194)

Doch Wir haben dich zur gesamten Menschheit nur als einen Freudenboten und Warner entsandt. Jedoch verstehen es die meisten Menschen nicht. (Sure Saba, 28)

Die den Propheten (s.a.w.s) zum Vorbild nehmen und seiner Sunnah folgen, müssen den Menschen wie er es tat, dieselbe frohe Botschaft bringen und sie warnen. Der Prophet (s.a.w.s) selbst beschreibt, wie sich diese Menschen verhalten sollten: „Macht es den Menschen leicht und nicht schwer, beruhigt sie mit der frohen Botschaft, und weist sie nicht zurück.“(20)

Der Erhalt guter Nachrichten steigert die Begeisterung und die Moral der Gläubigen und es ermutigt sie, entschlossener und standhafter zu sein in ihren Bemühungen auf dem Weg Gottes. Wer hofft, mit dem Paradies belohnt zu werden, hat ganz selbstverständlich ein ganz andere Einstellung und Geisteshaltung als jemand, für den solche Anstrengungen monoton sind und der sie nur aus Gewohnheit und Pflichtgefühl ausführt. Das ist der Grund, warum Gott Seinem Gesandten (s.a.w.s) in der Sure an-Nisa befohlen hat, die Gläubigen anzuspornen.

In einem weiteren Vers in der Sure al-Ahzab sagt Gott: „Gib den Gläubigen die gute Nachricht, dass Gott sie reichlich begünstigen wird.“ Jeder Gläubige, der auf Gottes Gebote hört und der Moral des Propheten (s.a.w.s) folgt, ist verpflichtet, den Muslimen die gute Nachricht zu bringen und sie zu ermutigen. Es gehört sich nicht für einen Muslim, in negativer Weise zu sprechen, leichte Aufgaben schwer erscheinen zu lassen und um die Gläubigen zu demoralisieren, die schönen Dinge und guten Nachrichten, die Gott im Quran offenbart hat, unerwähnt zu lassen. Wer dem Quran folgt, muß wie der Prophet (s.a.w.s) es tat, die Gläubigen an die guten Dinge erinnern, die Gott ihnen versprochen hat und sie stets aufs neue anspornen.

Eine der frohen Botschaften, die der Prophet (s.a.w.s) den Gläubigen überbrachte, ist die Vergebung aller Sünden durch Gott:

Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit; seht, Gott verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Sure az-Zumar, 53)

Und wenn jene zu dir kommen, die an Unsere Botschaft glauben, so sprich: Frieden sei mit euch! Sich Selber hat euer Herr die Barmherzigkeit vorgeschrieben, so dass Er nachsichtig und barmherzig ist, wenn einer von euch aus Unwissenheit etwas Böses tut und danach umkehrt und sich bessert. (Sure al-An’am, 54)

Eine weitere Botschaft betrifft das Paradies:

Sprich: "Soll ich euch besseres als dies verkünden?" Die Gottesfürchtigen finden bei ihrem Herrn Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen, und reine Partner und Gottes Wohlgefallen. Und Gott sieht Seine Diener wohl. (Sure Al ‘Imran, 15)

Der Prophet (s.a.w.s) erinnerte sein Volk dass auch er nur ein Mensch war

Eine der fundamentalen Eigenschaften der Ungläubigen ist ihr Hochmut. Er führte dazu, dass sie sich weigern, den Gesandten Gottes zu gehorchen und sich auf Ausreden zurückziehen, um dies nicht tun zu müssen. Eine dieser Ausreden ist, sie würden den Gesandten nur dann gehorchen, wenn sie übermenschlich seien. Doch der Prophet (s.a.w.s) erinnerte sein Volk daran, dass er ein Mensch war, lediglich ein Diener Gottes, dass alle anderen Erwartungen jeder Grundlage entbehrten und sie sich daher Gott zuwenden sollten. Gott befahl dem Propheten (s.a.w.s) im Quran folgendes:

Sprich: "Ich bin nur ein Mensch wie ihr. Mir ist offenbart worden, dass euer Gott ein einziger Gott ist. Und wer hofft, seinem Herrn zu begegnen, soll gute Werke tun und niemand neben seinem Herrn anbeten." (Sure al-Kahf, 110)

Sprich: "Wenn es auf Erden üblicherweise Engel gäbe, dann hätten Wir ihnen vom Himmel einen Engel als Gesandten hinabgeschickt." Sprich: "Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch. Siehe, Er kennt und sieht Seine Diener." (Sure al-Isra, 95-96)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte seinem Volk, auch ihm sei befohlen, Muslim zu sein und Gott zu gehorchen, darüber hinaus sei er verantwortlich, die Ungläubigen zu warnen doch er könne nicht für deren Entscheidungen verantwortlich gemacht werden. Die betreffenden Verse lauten:

"Mir ist nur aufgetragen worden, dein Herrn dieser Stadt zu dienen, die Er unverletzlich gemacht hat. Und Sein sind alle Dinge. Und mir wurde geboten, einer der Gottergebenen zu sein und den Quran vorzutragen." Wer also rechtgeleitet ist, der ist nur zu seinem Besten rechtgeleitet. Wenn aber einer irregeht, so sprich: "Ich bin nur ein Warner!" Und sprich: "Alles Lob gebührt Gott! Er wird euch Seine Zeichen sehen lassen und ihr werdet sie erkennen. Und dein Herr ist nicht achtlos dessen, was ihr tut." (Sure an-Naml, 91-93)


Der Prophet (s.a.w.s) nahm den Muslimen ihre Sorgen

Dank der beschriebenen Eigenschaften nahm der Prophet (s.a.w.s) den Gläubigen ihre Last von den Schultern, und er führte und leitete sie an bei Aufgaben, die sie nicht vollständig verstanden. Die Menschen neigen dazu, sich selbst das Leben schwer zu machen und sich Regeln aufzuerlegen, von denen sie fälschlicherweise denken, sie lösten ihre Probleme. Diese besondere Eigenschaft des Menschen ist einer der Gründe, warum die Religion verzerrt wurde im Lauf der Jahre. Viele Gesellschaften haben Regeln erfunden, die in der ursprünglichen Religion nie existierten und sie machten sich selbst und andere glauben, sie seien nur dann wahrhaft gottesfürchtig, wenn sie diese Regeln einhielten. Zu den wichtigsten Taten des Propheten (s.a.w.s) gehörte denn auch das Hinwegnehmen dieser selbstauferlegten Last. Gott rühmt diese Qualität des Propheten (s.a.w.s) in einem Vers:

Jene, die dem Gesandten, dem des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten, folgen werden, über den sie bei sich in der Thora und dem Evangelium geschrieben finden: Gebieten wird er ihnen, was Rechtens ist, und das Unrechte verbieten, und wird ihnen die guten (Speisen) erlauben und die schlechten verbieten. Und er wird ihnen ihre Last und die Fesseln, die ihnen angelegt wären, abnehmen. Und jenen, die an seine Mission glauben und ihn unterstützen und ihm helfen und dem Licht folgen werden, das mit ihm hinabgesandt wird, ihnen wird es wohlergehen. (Sure al-A’raf, 157)

Die „Lasten und Fasseln“, die der Vers erwähnt, sind die Probleme, die sich die Menschen selbst bereiten. Der Prophet war zeitlebens ein Vorbild und er nahm den Menschen ihre Last, wie der Vers andeutet, indem er sie zur Rechtschaffenheit aufforderte und sie vor der Sündhaftigkeit warnte.

Das hervorragendste Beispiel, das der Prophet (s.a.w.s) gab, war seine Frömmigkeit, sein Benehmen also, mit dem er Gottes Billigung zu erlangen hoffte. Er fürchtete nichts außer Gott, wich niemals vom geraden Weg ab, erlag niemals menschlichen Launen und Begierden. Dieser Aspekt der Moral des Quran ist wahrlich ein Quell großer Hilfe für die Menschen. Zu versuchen, anderen zu gefallen und es ihnen recht zu machen ist eine große Erschwernis bei allem, was man unternimmt. Wer sich so verhält, ist unfähig zu denken und sich ehrlich zu verhalten, und da man es ohnehin nicht allen recht machen kann, erhält man am Ende nicht die Anerkennung, die man erwartet. Wer sich so verhält, gerät bei dem kleinsten Fehler in Panik und wenn er feststellt, dass die anderen nicht vollauf zufrieden mit ihm sind, glaubt er, er habe das Vertrauen und den Respekt derer verloren, denen er gefällig sein wollte.

Die Muayyad Moschee von David Roberts.

Muslime andererseits, die nur nach dem Wohlgefallen Gottes Streben und nur Ihn fürchten, leiden niemals unter der Last von Dingen, die ihnen in dieser oder der nächsten Welt schaden könnten. Es kümmert sie nicht, ob andere Menschen mit ihnen zufrieden sind, oder nicht. So sind sie immer im Reinen mit sich selbst. Sie wissen, dass sie sich für ihre Fehler nur Gott gegenüber zu erklären haben und nur von Ihm Vergebung erhoffen können, und so sind sie nie in Sorge oder in Angst.

Durch seine Worte und Taten lehrte der Prophet (s.a.w.s) die Gläubigen, in der Reinheit des Glaubens zu leben. So nahm er die schwere Bürde, das Wohlgefallen anderer zu suchen, von der gesamten Menschheit. Doch dies ist nur eine der Lasten die er von den Gläubigen nahm. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) war in vielerlei Hinsicht ein Beispiel für die Gläubigen, das sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits Gutes und großen Segen bringen wird.

Gott hat offenbart, dass jemand reinen Glaubens nicht derselbe ist, wie jemand der andere neben Gott anbetet.

Als Gleichnis stellte Gott einen Mann dar, der mehreren Herren gehört, die miteinander im Zwiespalt stehen, im Vergleich zu einem Mann, der gänzlich einem einzigen Herren ergeben ist. Sind diese beiden etwa in gleicher Lage? Gelobt sei Gott! Doch die meisten von ihnen verstehen es nicht. (Sure az-Zumar, 29)

Vielgötterei war nicht die einzige Last, die der Prophet (s.a.w.s) von den Schultern der Gläubigen nahm. Er nahm allen Bürden von ihnen, die das Leben beschwerlich machen, rief sie zum besten und einfachsten Weg auf, das Leben zu meistern, und er fand Lösungen für alle Probleme. Deshalb leben die, die der Sunnah von Gottes Gesandtem (s.a.w.s) folgen, in Frieden und Behaglichkeit. Mehrere Hadithen befassen sich damit:

„Der Prophet (s.a.w.s) sandte Muadh und Abu Musa in den Jemen. Er gab ihnen auf den Weg: „Behandelt diese Menschen gut und seid nicht rüde gegen sie; Bringt ihnen die frohe Botschaft und ruft keine Abneigung hervor. Begegnet ihnen ihn Zuneigung und weicht nicht ab.““(21)

„Der Gesandte Gottes, möge Gott ihn segnen und Frieden auf ihm sein lassen, hatte nicht zwischen zwei Dingen zu wählen, doch er wählte immer das leichtere von beiden, sofern es keine falsche Handlung war. War es eine falsche Handlung, so hielt er sich weitab davon.(22)

Der Prophet (s.a.w.s) war immer rücksichtsvoll und mitfühlend zu den Gläubigen

Der Prophet (s.a.w.s) war ein mitfühlender Mensch, sympathisch und verständig. Er nahm Anteil an den Angelegenheiten seiner Freunde, Verwandten und generell seiner Umgebung, und er tat das ihm mögliche, damit sie sicher, gesund und glücklich sein konnten. Er nahm sich ihrer an, wobei er immer ihr Los im jenseits in Erinnerung behielt, so wirkte er auf sie ein, fromm und Gottgefällig zu bleiben; Er war insgesamt von einem Charakter, der beispielhaft für die gesamte Menschheit ist, wie folgende Verse enthüllen:

Wahrlich, nun kam bereits ein Gesandter aus euerer Mitte zu euch. Schwer liegen eure Missetaten auf ihm. Fürsorglich ist er für euch! Gegen die Gläubigen (aber) ist er gütig und barmherzig. (Sure at-Tawba, 128)

Und nimm die von den Gläubigen, die dir folgen, unter deine Fittiche. (Sure ash-Shu'ara, 215)

Da die Gefährten des Propheten ihn zum Vorbild nahmen, brachten sie die entsprechenden Opfer, wie im Quran beschrieben, und sie verhielten sich einfühlsam und mitfühlend. Ein Vers erwähnt die gegenseitige Opferbereitschaft:

Diejenigen, die vor ihnen hier (in Medina) im Glauben zu Hause waren, lieben die, welche zu ihnen auswanderten, und fühlen in sich kein Verlangen nach dem, was ihnen gegeben wurde. Sie ziehen (die Flüchtlinge) sich selber vor, auch wenn sie selbst bedürftig sind. Wer so vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist - denen ergeht es wohl. (Sure al-Hashr, 9)

Die von dem Propheten (s.a.w.s) unterrichteten Gläubigen richteten sich nach den Versen des Quran und hatten Mitleid selbst mit Kriegsgefangenen. Auch davon sprechen die Verse:

Und die den Armen und die Waise und den Gefangenen speisen, auch wenn sie der Nahrung selbst bedürfen. "Seht, wir speisen euch um Gottes willen Wir wollen weder Belohnung von euch noch Dank. Seht wir fürchten einen finsteren, unheilvollen Tag von Seiten unseres Herrn." (Sure al-Insan, 8-10)

Denen, die Gutes taten, wird Gutes und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder Schwärze noch Schmach bedecken. Sie sind die Bewohner des Paradieses und werden ewig darin verweilen.
(Sure Yunus, 26)

Der Prophet (s.a.w.s) erinnerte seine Gefährten daran, Mitgefühl zu zeigen, und er war diesbezüglich das größte Vorbild.

„Wer Gnade erweist, bekommt Gnade erwiesen vom Allbarmherzigen. Seid gnädig zu denen auf Erden, und der Eine in den Himmeln wird gnädig sein zu euch.“(23)

„Die keine Gnade zeigen, werden selbst keine Gnade finden.“(24)

„Ich schwöre bei dem, in dessen Händen meine Seele liegt, ihr werdet nicht in das Paradies eintreten, bevor ihr glaubt, und ihr werdet nicht glauben, bevor ihr einander liebt. Soll ich euch etwas lehren, das euch, wenn ihr es praktiziert, dazu bringt, euch zu lieben? Grüßt euch untereinander im Namen des Friedens.“(25)

Die Gebete des Propheten (s.a.w.s) um Vergebung für die Gläubigen

Wegen der Zuneigung und Rücksicht, die er den Gläubigen zeigte, bat der Prophet (s.a.w.s) Gott, ihre Fehler zu vergeben. Gottes Gebote daraufhin an den Propheten (s.a.w.s) waren folgende:

O Prophet! Wenn gläubige Frauen zu dir kommen und dir geloben, Gott nichts an die Seite zu stellen nicht zu stehlen, keine Unzucht zu treiben, ihre Kinder nicht zu töten, keine haltlosen Verleumdungen zu verbreiten und gegen dich in dem, was sich geziemt, nicht ungehorsam zu sein, dann nimm ihr Gelöbnis an und bitte Gott um Verzeihung für sie Gott ist fürwahr verzeihend und barmherzig. (Sure al-Mumtahana, 12)

Wisse darum, dass es keinen Gott gibt außer Gott. Und bitte um Verzeihung für deine Sünden und für die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen. Gott kennt euer Kommen und Gehen und Bleiben. (Sure Muhammad, 19)

… Und wenn sie dich um Erlaubnis wegen eines eigenen Geschäfts bitten, so gib sie, wem von ihnen du willst, und bitte Gott für sie um Verzeihung. Siehe, Gott ist verzeihend und barmherzig. (Sure an-Nur, 62)

In einem anderen Vers befahl Gott dem Propheten (s.a.w.s) für die Gläubigen zu beten:

Nimm von ihrem Vermögen eine Spende, um sie dadurch zu reinigen und zu läutern, und bete für sie. Siehe, deine Gebete bringen ihnen Beruhigung. Und Gott ist hörend und wissend. (Sure at-Tawba, 103)

Wie dieser Vers zeigt, brachten die Gebete des Propheten (s.a.w.s) den Gläubigen Ruhe und Frieden. Man darf nicht vergessen, dass nur Gott dem Herzen Ruhe und Frieden gibt. Gott macht die Gebete Seines Botschafters (s.a.w.s), den Er als Wächter und Beschützer der Gläubigen eingesetzt hat, zu einem Mittel, durch das sie behaglich und ohne Sorge sind. Die Liebe und das Mitleid unseres Herrn, Sein Schutz und Seine Gnade für die Gläubigen zeigen sich am eindrucksvollsten in der Moral des Propheten (s.a.w.s).

Folgende Worte des Propheten erinnerten die Gläubigen daran, wie wichtig das Gebet ist: „Wenn ihr betet, sagt nicht: „O Gott, vergib mir, wenn Du es wünscht. O Gott, vergib mir, wenn Du es wünscht.“ Ihr sollt mit Bestimmtheit beten, denn gegen Ihn kann man nichts erzwingen.“(26)

Siehe, Wir erschufen, was auf Erden ist, als Schmuck für sie, um zu prüfen, wer unter ihnen die besten Werke vollbringt.
(Sure al-Kahf, 7)

Die Almosen die der Prophet (s.a.w.s) von den Gläubigen erhielt, dienten zu deren Läuterung

Gegen Ende der Sure at-Tawba befiehlt Gott: “Nimm von ihrem Vermögen eine Spende, um sie dadurch zu reinigen und zu läutern, und bete für sie." Das heißt, durch die Almosen, die der Prophet (s.a.w.s) erhielt, läuterte er die Gläubigen. Der Prophet (s.a.w.s) ist der Botschafter Gottes, und er bleibt in allen seinen Worten und Taten auf dem Weg, den Gott ihm gezeigt hat. Die Quelle der hohen Moral des Propheten (s.a.w.s) und seines edlen Charakters ist, dass er sich immer an Gott wandte, ohne den Fehler zu machen, andere neben Ihm anzubeten. Weil er jedem Befehl Gottes gehorchte, erlangte er Moral und Manieren von unvergleichlicher Qualität und wurde zu einem Vorbild für die ganze Welt.

Diese Wahrheit muß allen Muslimen als Führer dienen. Auch ihre Moral und ihre Manieren müssen vorbildhaft sein für die Welt. Erreichen können sie dies durch Befolgen des Quran, der die Offenbarung Gottes ist und durch die Moral, die der Prophet (s.a.w.s) lehrte.

Der Prophet (s.a.w.s) beriet sich mit den Gläubigen

Entsprechend einem Befehl Gottes beriet sich der Prophet (s.a.w.s) mit den Gläubigen und bat sie um ihre Meinung. Der Befehl erging in folgendem Vers:

... Darum vergib ihnen und bete für sie um Verzeihung und ziehe sie in der Sache zu Rate, aber wenn du einmal entschlossen bist, dann vertraue auf Gott; siehe, Gott liebt die Ihm Vertrauenden. (Sure Al Imran, 159)

Nachdem er die Auffassungen der Gläubigen geprüft hatte, traf der Prophet (s.a.w.s) eine Entscheidung und legte deren Ergebnis in die Hände von Gott. Man darf hier eine wichtige Tatsache nicht vergessen: Gott kennt alle Entscheidungen bereits vorher. Gott hat jede Entscheidung und deren Folgen vorherbestimmt. Es ist ein Akt des Gottesdienstes, die Gläubigen zu konsultieren und dann zu einer Entscheidung zu kommen. Eingedenk dieser Tatsache fragte der Prophet (s.a.w.s) die Gläubigen um Rat und kam dann zu einer Entscheidung, deren Ergebnis Gott überlassend und wissend, dass Gott für den bestmöglichen Ausgang sorgen würde.

Die Beratung mit anderen ist ein Verfahren, dass den Muslimen die allerbesten Resultate bringen kann. Zum ersten zeigt jemand, der andere zu Rate zieht, eine bessere Moral, weil er bescheiden handelt. Zwar war der Prophet (s.a.w.s) der Weiseste in der Gemeinschaft der Gläubigen, und er hatte die größte Weitsichtig und das beste Verständnis. Doch dass er sich mit den Menschen seiner Umgebung beriet und sie um ihre Meinung fragte, wie sie eine bestimmte Angelegenheit angehen würden, zeigt, welch wahrhaft bescheidener Mensch er war.


Die Gläubigen müssen in allen Dingen Demut zeigen und nicht glauben, sie wüßten die Dinge besser als jeder andere. Die Beratung mit anderen wird ihnen großen Vorteil bringen. Durch das Übernehmen dieses Verhaltens des Propheten (s.a.w.s) werden sie ihm ähnlicher, und sie werden das Wohlgefallen Gottes und der Gläubigen gewinnen, wenn sie sich die Demut und die Zuneigung des Propheten aneignen, die er den Gläubigen erwiesen hat. Sie werden es auch vermeiden, stolz zu sein auf ihre eigene Intelligenz. Gott hat im Quran in der Sure Yusuf offenbart, dass über jedem Wissenden jemand mit größerem Wissen steht, womit er ausdrückte, dass man zu besseren Entscheidungen kommt, wenn man nicht nur auf seine eigene Intelligenz vertraut, sondern sich die Intelligenz, die Ideen und den Erfahrungsschatz anderer zunutze macht. Anstelle einer einzigen Auffassung erhält man so viele Auffassungen, wie die Zahl der Menschen, die man konsultiert. Der Prophet (s.a.w.s) erinnerte die Gläubigen mit folgenden Worten daran, dass sie sich untereinander beraten sollten:

„Jedes Volk, das das Wohlgefallen Gottes sucht und sich untereinander berät, wird in seinen Angelegenheiten auf den besten Weg geführt.(27)

Jeder der Menschheit im Quran gezeigte Weg und alles Verhalten des Propheten (s.a.w.s) sind die besten und glückverheissendsten. Den Rat anderer zu suchen ist ein Beispiel dafür. Man muß Gottes Gebote und den Charakter des Propheten (s.a.w.s) genau kennen, um seine religiösen Pflichten so gut wie möglich zu verrichten und sich einen guten, moralischen Charakter anzueignen.

Gott gab dem Propheten (s.a.w.s) Ruhm und Ehre

Wie der Vers der Sure al-Inshirah: „Haben wir unseren Ruhm nicht hochgehalten?“ darlegt, war der Prophet (s.a.w.s) zu seinen Lebzeiten und danach bekannt. 1400 Jahre nach seinem Tod kennt ihn noch immer die ganze Welt. Seit 1400 Jahren haben Milliarden Menschen den Propheten (s.a.w.s) respektiert und geliebt, sie haben sich ihm nahe gefühlt, obwohl sie ihn nie zu sehen bekamen, und sie haben gebetet, im Himmel für alle Ewigkeit bei ihm zu sein, und diese Gebete dauern an. In einem weiteren Vers spricht Gott vom Propheten (s.a.w.s) als einem edlen Botschafter.


Dies ist wahrlich das Wort eines ehrenwerten Gesandten. (Sure al-Haqqa, 40)

Gott sagt im Quran, dass viele Propheten, zum Beispiel Noah, Elias, Moses und Aaron sehr ehrwürdig waren. Viele Menschen streben ihr Leben lang nach Ruhm und Ehre. Sie sind davon besessen, den Verlockungen dieser vergänglichen Welt nachzugeben, oder sie blasen sich voll Hochmut auf. Doch obwohl sie nach Ehrung streben, werden sie sie nie erlangen.

Tatsächlich kann der Mensch nur Ruhm und Ehre in den Augen Gottes finden, der offenbart hat, dass dies nur durch ein Leben nach der Moral des Quran geschehen kann. Ein Vers lautet:

Wenn die Wahrheit ihren Neigungen gefolgt wäre, wahrlich, Himmel und Erde und was darin ist wären dann gewiss zu Grunde gegangen. Wir überbrachten ihnen ihre Warnung, doch sie kehrten sich von ihrer Warnung ab. (Sure Muminun, 71)

Der einzige Weg, ein ehrenwertes Leben in dieser Welt zu führen, ist der, an der überlegenen Moral des Propheten (s.a.w.s) festzuhalten, wie von Gott im Quran offenbart worden ist. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass alle anderen Wege zu nichts führen als Verlorenheit, sowohl in dieser Welt als auch in der nächsten Welt.

Der Prophet (s.a.w.s) war immer rücksichtsvoll und höflich

Einige in der Umgebung des Propheten (s.a.w.s) hatten weniger gute Manieren und waren weniger kultiviert als der Prophet. Eine Reihe von Versen zeigt, dass sie ihre eigene Gedankenlosigkeit nicht erkannten und dass ihr Verhalten anderen unangenehm auffiel. Die Verse sprechen zum Beispiel von Menschen, die ein Haus durch die Hintertür anstatt durch die Vordertür betreten, eintraten wenn der Prophet (s.a.w.s) speiste oder seine Zeit durch überlange Gespräche in Anspruch nahmen. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) jedoch war gedankenvoll, liebenswürdig, geduldig und kultiviert, und er behandelte solche Leute trotzdem mit der größten Toleranz. Auch warnte er seine Umgebung in der höflichsten Weise vor einem Benehmen, das anderen Unbehagen bereiten könnte und so gewann er ihre Sympathie mit seiner beharrlichen Geduld. Dieses Betragen machte ihn zu einem exzellenten Beispiel für alle Gläubigen.

Unser Herr, in seiner unendliche Liebe und Güte half dem Propheten (s.a.w.s) dabei und unterstütze ihn in den Versen, von denen einer lautet:

O ihr, die ihr glaubt! Tretet nicht in die Gemächer des Propheten ein, sofern ihr nicht eingeladen seid für ein Mahl. Doch kommt nicht (zu früh), um auf seine Zubereitung zu warten. Wenn ihr jedoch dazu aufgefordert werdet, dann tretet ein. Und wenn ihr gespeist habt, geht auseinander, statt euch in Unterhaltung zu verlieren. Siehe, dies würde dem Propheten Verdruss bereiten, aber er könnte zu scheu sein (zum Gehen aufzufordern). Gott aber scheut die Wahrheit nicht… (Sure al-Ahzab, 53)

Berichte seiner Gefährten geben zahlreiche Beispiele des liebenswürdigen und rücksichtsvollen Verhaltens des Propheten (s.a.w.s). Da er sowohl Gottes Gesandter als auch Staatsoberhaupt war, war er ständig in Kontakt mit Menschen aller möglicher Lebensweisen, von reichen Führern ganzer Staaten und Völker bis zu armen, schutzlosen Frauen und Waisen. Er konnte mit ihnen ihrer Sprache reden und die Herzen von Menschen gewinnen, deren sozialer Status, Lebensweise und Bräuche sich sehr voneinander unterschieden; er zeigte Verständnis, Geduld und eine von allen willkommene Haltung.

Mahmud Celaleddin.
Kalligraphie aus der Celi Thuluth Schrift, ein arabisches Couplet:
Mohammed ist ein Mensch,
aber nicht wie alle Menschen.
Er ist wie ein Rubin unter Steinen.

Berichte seiner Umgebung beschreiben den Propheten (s.a.w.s) als überaus höflich, über jeden Tadel erhaben, höflich und gedankenvoll. Er praktizierte die Regeln der Höflichkeit sein ganzes Leben in der bestmöglichen Weise.

Aische beschrieb die hervorragende Moral, die sie bei dem Propheten (s.a.w.s) sah, wie folgt:

"Das Wesen des Propheten (s.a.w.s) war der Quran".(28)

Anas bin Malik, der im Haushalt des Propheten erzogen wurde und ihm viele Jahre diente, sagte über seine unvergleichliche Höflichkeit:

„Wenn Gottes Botschafter (s.a.w.s) jemanden mit Handschlag begrüßte, zog er seine Hand nicht zurück, bevor der andere sie zurückzog. Auch wandte er sein Gesicht nicht ab, bevor nicht der andere sein Gesicht wegdrehte. Niemals sah man ihn in einer Weise sitzen, dass seine Knie auf denjenigen zeigten, der ihm gegenüber saß.“(29)

"Ibn Umar berichtete, dass Gottes Botschafter (s.a.w.s) den Namen „Asiya“ - die Ungehorsame - in „Jamila“ änderte, was „die Gute und Ansehnliche“ bedeutet.“(30)

„Wann immer man zu ihm sprach, blieb er schweigsam und wartete, bis man geendet hatte.“(31)

„Anas bin Malik sagte: „Ich blieb 10 Jahre im Dienst des Propheten (s.a.w.s). Niemals äußerte er einen Laut des Mißfallens. Wenn ich etwas tat, fragte er niemals: „Warum hast du das getan?“. Wenn ich eine bestimmte Aufgabe nicht erfüllte, fragte er mich niemals, warum ich sie nicht erfüllt hatte.“(32)

Der Prophet (s.a.w.s) lehrte im Lauf seines Lebens tausende Menschen und er war es, der denen, die nichts über die Religion wußten, zu moralischer Überlegenheit, zu gutem Benehmen und Selbstaufopferung verhalf. Selbst nach seinem Tod lehrt der Prophet weiter, durch seine Worte und sein Verhalten, und er ist der edelste Führer und Lehrer.

Gott schützte den Propheten (s.a.w.s)

Gott ist der Helfer und Beschützer des Propheten (s.a.w.s) und aller Gläubigen. Gott half dem Propheten (s.a.w.s) ebnete ihm den Weg, stärkte ihn körperlich und geistig und unterstützte ihn und andere fromme Gläubige. Den Feinden des Propheten (s.a.w.s) trübte Gott den Verstand, neutralisierte ihre Stärke, deckte ihre Komplotte auf und vermied auf diese Weise, dass sie dem Propheten (s.a.w.s) Schaden zufügen konnten. Gott bezeichnet sich selbst als den Helfer des Propheten (s.a.w.s).

Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) dass ihm bereits Gott geholfen hat… (Sure at-Tawba, 40)

Aus diesem Grund ist der Prophet (s.a.w.s) keinem Menschen für geleistete Dienste etwas schuldig. Es ist Gott, der dem Propheten (s.a.w.s) hilft, und wenn dieser Mensch nicht dort gewesen wäre, so hätte Gott jemand anderen oder Engel oder Dschinn eingesetzt, dem Propheten (s.a.w.s) zu helfen.

In einem anderen Vers gebietet Gott dem Propheten (s.a.w.s), die Religion anderen Völkern furchtlos zu übermitteln, und Er versprach, Er werde ihn schützen. Der Vers lautet:

O du Gesandter! Verkünde alles, was von deinem Herrn auf dich hinabgesandt wurde. Wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht ausgerichtet. Gott wird dich vor den Menschen beschützen; siehe, Gott leitet nicht die Ungläubigen. (Sure al-Ma'ida, 67)

Die engstirnigen Leugner, unfähig Gottes Macht und die wirkliche Lage der Dinge zu verstehen, glaubten, sie könnten den Propheten (s.a.w.s) ängstigen und überwältigen, und so schmiedeten sie zahllose Pläne gegen ihn. Sie waren sich nicht im klaren darüber, dass der Prophet (s.a.w.s) unter dem Schutz Gottes stand, und so verstanden sie es nicht. Sie hielten sich für stärker und dem Propheten (s.a.w.s) überlegen. Doch Gott vereitelte all ihre Pläne und richtete ihre eigenen Pläne auf wunderbare Weise gegen sie selbst. Keine ihrer Verschwörungen gelang. Diese Menschen, die nicht verstehen konnten, dass Gott die Geheimnisse ihrer Herzen sehen, hören und lesen konnte, als sie sich gegen den Propheten (s.a.w.s) verschworen, begriffen nicht, dass sie sich zwar vor dem Propheten verstecken konnten, nicht aber vor Gott. Gott beschreibt solche Menschen im Quran:

Und damals als die Ungläubigen Pläne gegen dich schmiedeten, um dich festzunehmen oder zu ermorden oder zu vertreiben: Sie schmiedeten Pläne und Gott schmiedete Pläne; doch Gott ist der Beste im Pläneschmieden. (Sure al-Anfal, 30)

In einem weiteren Vers offenbart Gott dem Propheten (s.a.w.s), dass ihn niemand je verletzen könne, dass Er sein Beschützer sei und dass Gabriel und die frommen Gläubigen alle Freunde und Helfer des Propheten (s.a.w.s) seien:

Wenn ihr beide zu Gott zurückkehrt, dann weil euere Herzen dem geneigt sind. Wenn ihr euch jedoch einander gegen ihn helft - siehe, Gott ist sein Beschützer. Und Gabriel und (jeder) rechtschaffene Gläubige und die Engel werden ihm zur Hilfe kommen. (Sure at-Tahrim, 4)


Gott beschreibt die Segnungen und Hilfen, die Er dem Propheten (s.a.w.s) zuteil werden läßt:

Dein Herr hat dich nicht verlassen und Er verabscheut dich nicht! Und wahrlich, das Jenseits ist besser für dich als das Diesseits. Und dein Herr wird dir gewiss bald geben, und du wirst zufrieden sein. Fand Er dich nicht als Waise und nahm dich auf? Und fand Er dich nicht verirrt und leitete dich? Und fand Er dich nicht arm und machte dich reich? (Sure ad-Duha, 3-8)

Da der Prophet (s.a.w.s) wußte, dass Gott ihm immer helfen würde, selbst in den schlimmsten Situationen, setzte er sein Vertrauen in ihn und er fiel niemals in Verzweiflung. Er sagte seinen Gefährten, dass Gott mit ihm sei und alles sah und hörte, und so inspirierte er auch sie.

Die dem Weg des Propheten (s.a.w.s) folgen und ihn zum Vorbild nehmen, dürfen niemals die Hoffnung auf Gottes Gnade und Beistand aufgeben. Sie müssen wissen, dass Gott immer auf ihrer Seite ist, wenn sie auf Seine Gnade hoffen, Sein Mitgefühl und das Paradies. Gott verspricht den Gläubigen in einem Vers:

… und wer Ihm helfen will, dem hilft gewiss auch Gott; denn Gott ist stark und mächtig. (Sure al-Hadsch, 40)

Der Prophet (s.a.w.s) legte großen Wert auf Sauberkeit

Muslime sind nicht nur bekannt für die Reinheit ihrer Herzen und ihrer Moral, sondern auch für die Sauberkeit ihrer Körper, ihrer Kleidung, ihrer Wohnung und der Nahrung, die sie essen. Das Haar eines Muslims, ihre Hände, Gesicht und Körper müssen immer sauber sein. Die Orte, an denen sie arbeiten und leben, müssen immer sauber, ordentlich, wohlriechend, gepflegt und aufgeräumt sein, und eine entspannte Atmosphäre bieten; und wieder ist es der Prophet (s.a.w.s), der das beste Beispiel für diese Eigenschaft der Muslime darstellt. Gott sagt dem Propheten (s.a.w.s) in einem Vers:

O du Bedeckter! Steh auf, und warne und verherrliche deinen Herrn, und reinige deine Kleider, und meide das Greuel (des Götzendienstes) (Sure al-Muddaththir, 1-5)

Gott gebietet den Gläubigen im Quran, das zu essen, was rein ist. Er wies auch den Propheten (s.a.w.s) an, den Gläubigen mitzuteilen, dass saubere Dinge dem Gesetz entsprechen:

O ihr Gesandten! Esst von dem, was gut ist, und tut das Rechte… (Sure al-Muminun, 51)

Sie werden dich fragen, was ihnen erlaubt ist. Sprich: "Erlaubt sind euch alle guten Dinge" und (die Beute) abgerichteter Jagdtiere, die ihr lehrt, wie Gott euch gelehrt hat. Esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Gottes Namen darüber und fürchtet Gott." Siehe, Gott ist schnell im Abrechnen. (Sure al-Ma'ida, 4)

Der Prophet (s.a.w.s) rät den Gläubigen in einem Hadith zur Sauberkeit:

„Wahrlich, der Islam ist rein, also seiet auch ihr rein, denn niemand kann eingehen in das Paradies, der nicht rein ist.“(33)

Die Gebete des Propheten (s.a.w.s)

Der Quran berichtet uns, dass der Prophet (s.a.w.s) sich des Nachts erhob, um zu beten:

Und als sich Gottes Diener erhob, um Ihn anzurufen, da hätten sie ihn mit ihrer Menge fast erdrückt. Sprich: "Ich rufe (nur) meinen Herrn an und stelle Ihm keinen zur Seite." (Sure al-Dschinn, 19-20)

Hafiz Halil Efendi. Tezhip Dekoration. Verse der Sure al-Fatiha, 1-7:
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Lob sei Allah, dem Weltenherrn, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tage des Gerichts! Dir dienen wir und zu Dir rufen wir um Hilfe. Leite uns den rechten Pfad. Den Pfad derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst, und nicht der Irrenden.

Viele Verse befassen sich mit den Gebeten des Propheten (s.a.w.s). Er pries Gott durch Wiederholen Seiner Eigenschaften. Eines der Gebete des Propheten (s.a.w.s) ist im Quran überliefert:

Sprich: "O Gott, Herrscher aller Herrscher! Du gibst (irdische) Herrschaft, wem Du willst, und nimmst die Herrschaft, wem Du willst. Und du ehrst, wen Du willst, und demütigst, wen Du willst. In Deiner Hand ist das Gute. Wahrlich, Du hast Macht über alle Dinge. (Sure Al 'Imran, 26)

Wie all die anderen Propheten sah sich auch der Prophet (s.a.w.s) Druck und Bedrohung von feindseligen Menschen und Dschinn gegenüber. Er erwiderte darauf mit Geduld und innerer Stärke, und es war ihm geboten, bei Gott Hilfe zu suchen gegen Satans üble Einflüsterungen und geistigen Attacken:

Und sprich: "O mein Herr! Ich nehme meine Zuflucht zu Dir vor den Einflüsterungen des Satane, und ich nehme meine Zuflucht zu Dir, o mein Herr, dass sie mir nicht nahe kommen." (Sure al-Muminun, 97-98)

Er war Außerdem gehalten, die Vergebung und Gnade unseres Herrn in seinen Gebeten zu suchen:

Und sprich: "O mein Herr! Vergib und habe Erbarmen; denn Du bist ja der beste Erbarmer." (Sure al-Muminun, 118)

In den Hadithen können wir sehen, wie der Prophet (s.a.w.s) zu Gott betete, um eine edlere Moral anzunehmen und wie er Gott anflehte:

"O Gott, mache meine Verfassung und meine Führung gut. O Gott, errette mich vor schlechtem Charakter und schlechter Führung.“(34)

Gott offenbart in einem Vers: "Sprich: "Mein Herr kümmert sich nicht um euch, solange ihr Ihn nicht anruft...." (Sure al-Furqan, 77). So ist das Gebet die wichtigste Pflicht der Gläubigen. Der Mensch muß wissen, dass keine Macht den geringsten Nutzen bietet, wenn Gott es nicht so wünscht. Er muß sich in allen Angelegenheiten an Gott wenden, in Furcht und Sehnsucht, und Zu Ihm muß er um alles beten. Die Gebete aller Propheten, wie sie im Quran berichtet werden, sind die allerbesten Beispiele für die Gläubigen. Die Propheten haben in ihren Gebeten demonstriert, wie sie sich Gott unterwarfen und Ihn als ihren einzigen Freund und Helfer sahen, und sie priesen unseren Herrn mit seinen schönsten Namen. Aus den Gebeten der Propheten ist auch ersichtlich, dass sie die Zeit nicht beachteten, wenn sie beteten, sondern dass sie sich jederzeit an unseren Herrn wandten, wenn sie der Hilfe bedurften.

4. Sunan Abu Dawud, Buch 40, Nummer 4665
5. Malik's Muwatta, Buch 46, Nummer 4
6. Tirmidhi Hadith
7. Sahih Muslim, Buch 41, Nummer 7138
8. Tirmidhi Hadith, Nummer 20
9. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din, The Book of Religious Learnings, Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S.240
10. Sunan Abu Dawud, Buch 41, Nummer 5097
11. Ahmad, 158/4
12. Prophet Muhammad's Last Sermon (http://www.stanford.edu/~jamila/Sermon.html)
13. The Pact of Najran, Article 6, http://www.islamicresources.com/Pact-of-Najran.htm
14. The Constitution of Madina, http://www.islamic-study.org/jews-prophet-p.-2.htm
15. The Constitution of Madina, http://www.islamic-study.org/jews-prophet-p.-2.htm
16. Sahih Bukhari, Buch 9, Nummer 251
17. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S.236
18. Fiqh-us-Sunna, Band 4, S. 114
19. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band IV, S. 288
20. Sahih Bukhari, Band 8, Nummer 146
21. Sahih Bukhari, Band 4, Buch 52, Nummer 275
22. Sahih Bukhari, Buch 47, Nummer 1.2
23. Tirmidhi Hadith
24. Sahih Bukhari, Nummer 91
25. Sahih Bukhari, Buch 8, Nummer 40
26. Malik's Muwatta, Buch 15, Nummer 28
27. http://www.geocities.com/arabicpaper911/fiqh/s10.html
28. Sahih Muslim Hadith
29. Maulana Muhammad Manzoor No'mani, Ma'ariful Hadith, (Meaning and Message of the Traditions), Darul – Ishaat Publications, Karachi, Band 4, S.334
30. Sahih Muslim, Islamic Book Service, New Delhi, 2000, Band 3, S.442
31. Shamaa-il Tirmidhi Contents, (334) Hadith Nummer 9
32. Shamaa-il Tirmidhi, Islamic Book Service Publications, New Delhi, 2000, Islamic Book Service, New Delhi, 2000, S. 362
33. Ahmad Diya'al-Din al-Kamushkhanawi, Ramuz al-Ahadith, vol.1, 96/2
34. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S.234

 
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