DAS BEISPIELHAFTE LEBEN DES PROPHETEN (S.A.W.S)

Der Prophet (s.a.w.s) lächelte oft, und er empfahl anderen, dies auch zu tun
Die Beziehung des Propheten (s.a.w.s) zu seinen Gefährten
Der Prophet (s.a.w.s) lachte und scherzte mit seinen Gefährten
Der Rat des Propheten (s.a.w.s) über die Liebe
Die Kinderliebe des Propheten (s.a.w.s)
Die Frauen des Propheten (s.a.w.s) sind die Mütter der Gläubigen

Jeder Augenblick im Leben des Propheten (s.a.w.s) ist ein hervorragendes Beispiel, dem die Gläubigen folgen sollten. Seine Gespräche mit den Gläubigen, die Art, wie er sie Ansprach, sein Sinn für Humor, seine Zuneigung zu Kindern, seine gerechte Behandlung der Frauen, all das machte ihn zu einem vorbildlichen Beschützer für seine Familie und für alle Muslime. Seine freundliche Haltung und Zuneigung für die Gläubigen machen ihn zu einem Beispiel guter Moral und zu einem idealen Vorbild für die Menschheit. Dieses Kapitel enthält Begebenheiten aus dem Gottgefälligen Leben des Propheten (s.a.w.s).

Der Prophet (s.a.w.s) lächelte oft, und er empfahl anderen, dies auch zu tun

Obwohl der Prophet (s.a.w.s) eine schwere Verantwortung trug und trotz aller Probleme, denen er sich gegenüber sah, war er ein bescheidener und friedfertiger Mensch, der sich Gott hingab. Er lebte die Freude und Leidenschaft des Glaubens in jedem Moment seines Lebens. Dank der Freude, die ihm der Glaube schenkte und dank seiner hohen Moral war er weichherzig und er lächelte immer. Seine Gefährten beschreiben es:

Ali: "Sein lächelndes Gesicht und seine Höflichkeit jedermann gegenüber machten ihn buchstäblich zum Vater der Menschen. Jeder war gleich in seinen Augen.“(152)

„Er war immer fröhlich, höflich und fein.“(153)

… Das ist der Lohn der Gottesfürchtigen. Doch der Lohn der
Ungläubigen ist das Feuer.
(Sure ar-Ra’d, 35)

„Er war der weichherzigste und höflichste aller Menschen….“(154)

Der Prophet (s.a.w.s) riet seinen Gefährten ebenfalls zu lächeln, und er sagte:

„Unterhalte die Menschen nicht mit deinem Besitz sondern durch eine lächelndes Gesicht und gutes Benehmen.(155)

„Gott liebt die einfachen Menschen und die, die lächeln.“(156)

Demgemäß entsandten Wir zu euch einen Gesandten aus euerer Mitte, euch Unsere Verse vorzutragen, euch zu reinigen, euch das Buch sowie die Weisheit zu lehren, und euch zu lehren, was ihr nicht wusstet. (Sure al-Baqara, 151)

Die Beziehung des Propheten (s.a.w.s) zu seinen Gefährten

Der Prophet (s.a.w.s) nahm Anteil am Leben der Muslime seiner Umgebung. Er hatte ein wachsames Auge für den Glauben, das Verhalten, die Reinlichkeit und die Gesundheit jedes einzelnen von ihnen. Er bemerkte, wenn jemandem etwas fehlte, oder jemand etwas bestimmtem bedurfte, und er stellte sicher, dass demjenigen geholfen wurde. Im Gespräch war stets liebenswürdig und er gewann die Zuneigung der Menschen. Wenn die Gefährten sich von ihm verabschiedeten, so gingen sie heiter und zufrieden von ihm.

Ali, einer der engsten Freunde, beschreibt die Beziehungen zu seinen Gefährten und die Atmosphäre ihrer Gespräche:

„Seine Hand war freigiebig mit Wohltaten und seine Sprache war immer wahrhaftig. Seine Haltung war äußerst bescheiden. Wer ihn zum ersten Mal sah, den überkam Ehrfurcht. Wer ihn näher kannte, liebte ihn. Einer der ihn pries, sagte: „Niemals zuvor habe ich jemanden wie ihn gesehen. Ein Mann begehrte einmal etwas von dem Propheten (s.a.w.s), und er erhielt es ohne Umschweife.““(157)

"Er nahm Anteil an der Person eines jeden, der mit ihm zusammen saß, und er achtete darauf, jeden gleich zu behandeln. Er war immer verbindlich, auch wenn die Höflichkeit ihn zwang, zu stehen, weil auch sein Gegenüber stand, und er entfernte sich nicht von ihm, bevor sich nicht der Betreffende entfernte.“(158)

Er ist es, Der zu den Ununterrichteten einen Gesandten aus ihrer Mitte entsandt hat, ihnen Seine Verse vorzutragen und sie zu läutern. und sie das Buch und die Weisheit zu lehren … (Sure al-Jumu’a, 2)

„Er vermißte seine Gefährten und er erkundigte sich nach ihnen (wenn er sie nicht besuchen konnte.) Er fragte, wie es ihnen gehe und wie die Geschäfte sich entwickelten. Er nannte Schönes schön und Häßliches häßlich.“(159)

„Er gab sich nur mit ehrlichen Menschen ab und empfing niemanden sonst. Man verweilte ein kurze Zeit bei ihm, und wenn man ihn verließ, verließ man ihn mit zufriedenem Herzen…“(160)

„Er tolerierte ungehöriges Verhalten von Fremden. Diese wurden mitunter zornig, er beruhigte sie dann und sagte: „Führe sie, wenn du jemanden siehst wie sie.“(161)

„Niemals unterbrach er jemanden, sondern er ließ andere grundsätzlich sprechen, bis sie geendet hatten.(162)

„… Er sprach immer in einer Weise, die bewirkte, dass die Menschen einander zuneigten und sich zusammenfanden. Nie ängstigte er sie oder jagte sie davon. Er maß den Führern aller Stämme große Bedeutung bei, und er erwies ihnen Gastfreundschaft…(163)

Sein Enkel Hassan sagt über den Propheten (s.a.w.s):

„Sein Aussehen war bedeutungsvoll… Er sprach knapp und kam sofort auf den Punkt. Es gab nichts Überflüssiges in seiner Rede, und gleichwohl fehlte nichts.“(164)

„Er sprach zu Prominenten wie einfachen Menschen in derselben Weise. Er verbarg nichts vor ihnen…“(165)

Abu Zar beschreibt den Propheten (s.a.w.s) als emotionalen, immer um die Behaglichkeit der Gefährten besorgten Menschen:

„Ich kam zu ihm (dem Propheten (s.a.w.s)) und fand ihn auf einem Feldbett sitzend. Er stand auf und umarmte mich. Das zeigt, dass eine Umarmung gut ist.“(166)

Abu Huraira beschreibt die Menschlichkeit und Rücksichtnahme des Propheten Muhammad (s.a.w.s):

„Der Prophet (s.a.w.s) zog seine Hand (bei der Begrüßung mit Handschlag) nicht zurück, bevor nicht der andere seine Hand zurückgezogen hatte.“(167)

Der Prophet (s.a.w.s) war stets an der guten Gesundheit seiner Gefährten interessiert. Den Mageren riet er zuzunehmen, den Übergewichtigen, abzunehmen und darauf zu achten, was sie aßen.(168)

In Fällen von Krankheit riet er den Gefährten, ein Honiggetränk zu sich zu nehmen.(169)

Abu Huraira wurde eines Tages ohnmächtig, der Prophet (s.a.w.s) stellte ihn auf die Beine, nahm ihn mit zu sich nach Hause und verpflegte ihn mit Milch, als er bemerkte, dass er hungrig war.(170)

Der Prophet (s.a.w.s) lachte und scherzte mit seinen Gefährten

Der Überlieferung seiner Gefährten zufolge scherzte der Prophet (s.a.w.s) oftmals mit seiner Familie und den Gefährten, ebenso lachte er über deren Scherze, und er gab ihnen lustige, freundliche Spitznamen. Doch wie immer benahm sich der Prophet (s.a.w.s) auch besonnen, rücksichtsvoll und gewissenhaft, wenn es ans Scherzen ging. Man kann den Rat des Propheten (s.a.w.s), den er seinen Gefährten über das Scherzen gab, so zusammenfassen:

„Ich scherze, aber ich spreche dabei nur die Wahrheit.“

„Es ist unrecht für einen Muslim, seinen Bruder zu ängstigen.“

„Streite nicht mit deinem Bruder und verspotte ihn nicht zum Scherz.“

„Schämen soll sich der, der lügt, um andere zu unterhalten.“

„Niemand kann ein guter Gläubiger sein, wenn er nicht aufhört, Lügen zu erzählen und sei es im Scherz und im Streit, selbst dann, wenn er recht hat.“

„Lüge nicht, auch nicht im Scherz.“(171)

Die Kaaba in Mekka

Der Rat des Propheten (s.a.w.s) über die Liebe

Einer der wichtigsten Themenbereiche, der den Propheten (s.a.w.s) beschäftigte, war die Nächstenliebe der Gläubigen untereinander, die ohne persönliche Interessen empfunden werden sollte. Man sollte keine Gedanken des Hasses, der Zorns oder des Neides gegeneinander hegen. Der Prophet (s.a.w.s) selbst war das bestmögliche Beispiel für die Gläubigen, doch mitunter erteilte er ihnen Ratschläge dazu.

Gott sagt darüber im Quran:

Das ist es, was Gott Seinen Dienern verheißt, die glauben und das Rechte tun. Sprich: "Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Aber liebt dafür (euere) Nächsten." Wer eine gute Tat begeht, dein werden Wir gewiss noch mehr an Gutem erweisen. Gott ist fürwahr verzeihend und erkenntlich. (Sure ash-Shura, 23)

Das Fönig Fahd Tor

Hier einige Hadithen über die Nächstenliebe des Propheten, über seine Freundschaft und Brüderlichkeit:

„Ein Gläubiger wünscht anderen, was er selbst liebt.“(172)

„Gottes Apostel (s.a.w.s) nahm Geschenke entgegen und machte selbst Geschenke.“(173)

„Wer einen blühenden Strauss süßen Basilikums zum Geschenk erhält, sollte diesen nicht zurückweisen, denn er ist leicht und lieblich im Geruch.“(174)

„haßt einander nicht, beneidet einander nicht, betrügt einander nicht im Handel, streitet nicht miteinander und verleumdet einander nicht. Die Diener Gottes sollen einander Brüder sein.“(175)

„Die Gewohnheiten früherer Generationen haben euch eingeholt – Neid und Hass. Hass ist schneidend. Ihr werdet nicht in das Paradies eingehen, wenn ihr nicht glaubt. Ihr werdet nicht glauben, bevor ihr einander nicht liebt. Sollte ich euch nicht klarmachen, womit ihr es erreichen könnt? Verbreitet Frieden unter euch.“(176)

Die Kinderliebe des Propheten (s.a.w.s)

Des Propheten Muhammads (s.a.w.s) Mitgefühl, Barmherzigkeit und Rücksichtnahme für die Gläubigen wird auch an seiner Haltung gegenüber Kindern deutlich. Der Prophet (s.a.w.s) kümmerte sich sehr um seine eigenen Kinder und Enkel und um die seiner Gefährten. Er machte zu allen die Kinder betreffenden Dingen Vorschläge und gab Hinweise, von ihrer Geburt bis zur Namenswahl, von ihrer Gesundheit bis zu ihrer Erziehung, von ihrer Kleidung bis zu den Spielen, die sie spielten, bei allem übernahm er eine aktive Rolle.

Kurz bevor seine Tochter Fatimah seine beiden Enkel gebar, sagte er ihr: „Wenn es soweit ist, unternimm nichts an dem Kind, ohne mich zuvor zu informieren.“(177) Nachdem die Babies geboren waren, gab er Anweisungen, wie sie zu füttern seien und wie sie umsorgt und beschützt werden sollten.

Der Prophet (s.a.w.s) betete auch für die Neugeborenen, für seine Kinder und Enkel und für die Kinder seiner Gefährten. Wenn er sie auf den Knien hielt oder sie beim Spielen beobachtete, bat er Gott um ein langes erfolgreiches Leben für sie und um Weisheit und Glauben. Bei jeder Gelegenheit betete er für seine Enkel Hassan und Hussein, wobei er dieselben Gebete sprach, die schon Abraham für Isaak und Ismael gesprochen hatte.(178)

Ibn Abbas, einer der Gefährten, berichtet aus seiner Kindheit, wie der Prophet (s.a.w.s) sagte: „Gott, gib ihm Weisheit.“ Während der Kindheit eines anderen Gefährten, Anas bin Malik, betete der Prophet (s.a.w.s), Gott möge ihm Reichtum, viele Kinder und ein langes Leben schenken und das dies glückverheißend für ihn sein möge.(179)

Der Prophet (s.a.w.s) legte großen Wert darauf, dass die Kinder spielten, und manchmal beteiligte er sich sogar an ihrem Spiel. Er hielt Eltern dazu an, mit ihren Kindern zu spielen, indem er sagte: „Man lasse den, der ein Kind hat, wie ein Kind mit ihm sein.“(180) Er regte an, Kinder sollten spielen und Sportarten treiben wie Schwimmen, Wettlauf und Ringen, und er ermutigte seine Enkelkinder und die Kinder seiner Umgebung, dies zu praktizieren.

Viele seiner Gefährten haben die Kinderliebe des Propheten (s.a.w.s) und sein Interesse an deren Spiel beschrieben:

Anas bin Malik berichtet:

"Der Prophet war einer der ersten, wenn darum ging, mit Kindern zu spielen und zu scherzen.“(181)

Al-Bara 'ibn Azib berichtet:

"Ich sah Hassan auf den Schultern von Gottes Gesandtem."(182)

Anas bin Malik sagte:

"Der Prophet (s.a.w.s) küßte (seinen Sohn) Ibrahim."(183)

Abu Huraira beschreibt die Kinderliebe des Propheten (s.a.w.s) und sein Spiel mit Kindern:

„Ich ging einst mit dem Propheten (s.a.w.s), doch während des ganzen Tages sprach er nicht zu mir und ich nicht zu ihm, bis wir den Basar von Banu Qunaiqa erreichten. Er ging zum Zelt von Fatimah und sagte: „Ist der kleine Bursche (womit Hassan gemeint ist) hier?“ Es schien, als habe seine Mutter gerade vorgehabt, ihn zu baden und anzukleiden und ihm einen lieblichen Kranz ins Haar zu flechten. Nach kurzer Zeit kam er gerannt und beide umarmten einander, worauf Gottes gesandter (s.a.w.s) sagte: „O Gott, ich liebe ihn; liebe auch du ihn und den der ihn (Hassan) liebt...““(184)

Anas bin Malik zufolge verlangte der Prophet (s.a.w.s) oft nach seinen Enkeln Hassan und Hussein, um sie zu umarmen.(185)

Ibnu Rebi'ati'ibni Haris sagt:

"Mein Vater sandte al-Fadl, den Sohn Abbas’ und mich zu dem Propheten (s.a.w.s). Als wir in seiner Gegenwart erschienen, plazierte er uns zu seiner rechten und zur linken und umarmte uns fester als je zuvor.“(186)

Der Prophet (s.a.w.s) streichelte oftmals die Köpfe der Kinder und betete für sie. Yusuf Ibn Abdullah Ibn Selam sagt, der Prophet (s.a.w.s) habe ihn oft beim Namen gerufen und seinen Kopf gestreichelt. Amr Ibnu Hureys beschreibt, wie seine Mutter ihn zu dem Propheten (s.a.w.s) brachte und wie dieser ihm über den Kopf strich und betete, er möge stets sein tägliches Brot erhalten. Abdullah Ibnu Utbe erinnert sich dass, als er 5 oder 6 Jahre alt war, der Prophet (s.a.w.s) seinen Kopf streichelte, betete und sagte, er werde viele Nachkommen haben und in Hülle und Fülle leben.(187)

Abu Huraira liefert folgendes Beispiel für die Kinderliebe des Propheten Muhammad (s.a.w.s):

„Als die Menschen die ersten Früchte (der Saison) fanden, brachten sie sie zu Gottes Apostel (s.a.w.s). Als dieser sie erhielt, sagte er: „O Gott, segne uns in unseren Früchten und segne uns in unserer Stadt; und segne uns in unseren Sa (eine Maßeinheit) und segne uns in unseren Mudd (eine Maßeinheit). Dann rief er das jüngste Kind zu sich und gab ihm die Früchte.“(188)

„Wann immer er von einer Reise zurückkam, wurden die Kinder seines Haushalts zu ihm gebracht.“ Dann umarmte er sie, wie Abd-Gott ibn Jafar berichtet:

" Wann immer der Prophet (s.a.w.s) von einer Reise zurückkam, wurden wir zu ihm gebracht. Eines Tages trafen wir ihn, Hassan, Hussein und ich. Er nahm einen von uns an die Brust, einen anderen auf seinen Rücken, und so gingen wir bis Medina.“(189)

„Eines Tages ging der Prophet (s.a.w.s) aus… dann saß er in Fatimahs Haus und fragte nach dem kleinen Jungen (sein Enkel Hassan). Nach einer Weile kam der Junge gerannt und der Prophet (s.a.w.s) umarmte und küßte ihn.“(190)

Jaabir bin Samurah sagt:

"Ich betete mit Gottes Gesandtem (s.a.w.s) das erste Gebet. Dann ging er zu seiner Familie und ich ging mit ihm, als er unterwegs einige Kinder traf. Er streichelte allen die Wangen und auch meine Wange und ich fühlte die Kühle seiner Hand und ihren Geruch, als sei sie gerade aus dem Duftbeutel eines Parfümhändlers herausgezogen worden.“(191)

Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) wurde zu einer Zeit gesandt, als weibliche Neugeborene noch nach der Geburt getötet wurden, doch er setzte sich dafür ein, dass Mädchen gegenüber Jungen nicht benachteiligt werden sollten, und er proklamierte, es sei eine Sünde, sie zu töten. Dadurch, dass er beide ohne Unterschied liebte, setzte er der gesamten Gesellschaft ein exzellentes Beispiel. Auch ist folgender Ausspruch von Ihm über weibliche Kinder überliefert: „Eine Tochter ist ein liebliches Kind; liebevoll, hilfsbereit, angenehm und voller geheiligter Mutterschaft.“(192)

Der Prophet (s.a.w.s) demonstrierte diese Liebe in Wort und Tat. Er sagte den Kindern, wie sehr er sie liebte.(193)

Der Prophet (s.a.w.s) zog niemals ein Kind einem anderen vor. Er zeigte dieselbe Zuneigung und dasselbe Mitgefühl für die Kinder der Gläubigen, wie für seine eigenen Kinder. Als Halid bin Said den Propheten (s.a.w.s) besuchte, war ein kleines Mädchen an seiner Seite. Der Prophet (s.a.w.s) zeigte ihm besondere Zuneigung, denn sie war in Abessinien geboren. Der Prophet hatte ein Stück besticktes Tuch in der Hand. Er rief das Mädchen zu sich und gab es ihm; Das machte es sehr glücklich.

Jemre war ein kleines Kind zu jener Zeit. Ihr Vater brachte sie zum Propheten (s.a.w.s) und bat ihn, für sie zu beten, auf dass sie glücklich würde. Der Prophet (s.a.w.s) nahm Jemre auf seinen Schoß, legte ihr die Hand auf den Kopf und betete.

Osama, der Sohn von Zaid, einem Gehilfen des Propheten (s.a.w.s) erinnert sich folgendermaßen:

"Gottes Apostel (s.a.w.s) pflegte mich auf einen seiner Schenkel zu setzen und Al-Hassan bin Ali auf den anderen, dann umarmte er uns und sagte: „O Gott! Sei ihnen gnädig, so wie ich ihnen gnädig bin.““(194)

Manche verstanden nicht, warum der Prophet (s.a.w.s) mit Kindern spielte und warum ihm Kinder am Herzen lagen. Einst sah Akra bin Habis den Propheten (s.a.w.s) ein Kind küssen und er sagte zu ihm:

„Ich habe 10 Kinder und niemals habe ich eines geküßt“. Der Prophet (s.a.w.s) sah ihn an und sagte: „Die kein Mitgefühl kennen, denen wird kein Mitgefühl erwiesen werden.“(195)

Der ehrwürdige Sohn des Propheten (s.a.w.s), Ibrahim, besuchte regelmäßig das Haus seiner Amme, erwies ihr seine Verehrung und Zuneigung und streichelte ihr den Kopf. Anas bin Malik, der Diener des Propheten (s.a.w.s), hat eine weitere Erinnerung:

„Niemals sah ich jemanden, der gütiger zu Kindern war, als der Gesandte Gottes (s.a.w.s). Sein Sohn Ibrahim war in der Obhut einer Amme in den Bergen nahe Medina. Er ging dorthin, und wir gingen mit ihm, er ging ins Haus, nahm seinen Sohn auf die Arme, küßte ihn und kam zurück.(196)

Unser Prophet (s.a.w.s) ermahnte die Gläubigen, ihre Kinder gerecht zu behandeln und sagte: „Fürchtet Gott und behandelt eure Kinder gleichermaßen gerecht.“(197)

Der Prophet (s.a.w.s) legte außerdem großen Wert auf die Erziehung der Kinder, dass sie mit einer guten Moral aufgezogen würden, und er gab viele Ratschläge, in welcher Weise das zu geschehen habe. So sagte er zum Beispiel:

„Das Beste, was ein Mann nach seinem Tode hinterlassen kann, ist ein moralisch geradliniges Kind, das Gott für ihn anruft, eine immerwährende Wohltat, deren Früchte ihn erreichen und ein vorteilbringendes Wissen, das auch nach ihm von Nutzen ist.“(198)

„Eine der Pflichten der Kinder gegenüber ihrem Vater ist es, ihr Verhalten mit seinem (guten) Namen in Einklang zu bringen.“(199)

„Sei freundlich zu deinen Kindern und erziehe sie gut…“(200)

Wie in allen Dingen war der Prophet Muhammad (s.a.w.s) durch seine Kinderliebe ein exzellentes Vorbild für die Gläubigen. Besonders deutlich wird dies an seinen folgenden Worten: „Es gehört derjenige nicht zu uns, der unseren Jüngsten gegenüber kein Mitgefühl zeigt…“(201)

Die Frauen des Propheten (s.a.w.s) sind die Mütter der Gläubigen

Die Ehefrauen des Propheten (s.a.w.s) sind die Mütter aller Gläubigen, Vorbilder für alle muslimischen Frauen und von wahrhaftiger Heiligkeit beseelt. Es gibt eine bemerkenswerte Menge von Informationen über das Verhalten und den Glauben der Ehefrauen des Propheten (s.a.w.s), wie sie ihn umsorgten, über ihre Weisheit und ihre exzellente Moral; all das ist zu finden im Quran, den Hadithen und den Berichten über das Leben des Propheten (s.a.w.s).

Im Quran steht über die Ehefrauen des Propheten (s.a.w.s) geschrieben, dass sie die Mütter aller Gläubigen sind.

Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Gattinnen sind ihre Mütter... (Sure al-Ahzab, 6)

In einem anderen Vers verbietet Gott den Gläubigen, nach dem Tod des Propheten (s.a.w.s) seine Witwen zu heiraten:

… Und es geziemt euch nicht, dem Gesandten Gottes Verdruss zu bereiten, noch nach ihm je seine Witwen zu heiraten. Siehe, solches wäre bei Gott eine ungeheuerliche Sache. (Sure al-Ahzab, 53)

Andere Quranverse offenbaren, dass die Ehefrauen des Propheten nicht mit anderen Frauen gleichgesetzt werden können, und sie beschreiben, wie sie sich zu verhalten haben:

O Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen. Wenn ihr gottesfürchtig seid, dann zeigt euch nicht zu gefällig im Reden, sondern sprecht geziemend, damit der, in dessen Herz Krankheit ist, keine Erwartungen hegt. Und haltet euch zuhause auf. Und stellt euch nicht zur Schau wie in der früheren Zeit der Unwissenheit. Und verrichtet das Gebet. Und entrichtet die Steuer. Und gehorcht Gott und Seinem Gesandten. Siehe, Gott will euch von jedem Übel bewahren, o Leute des Hauses, und euch völlig reinhalten. (Sure al-Ahzab, 32-33)

Das Verhalten der frommen Frauen des Propheten (s.a.w.s), ihre Güte, Intelligenz und Gewissenhaftigkeit, ihre Würde, ihre Bescheidenheit und das Pflichtbewußtsein, mit dem sie ihren religiösen Verrichtungen nachgingen, ihr Gehorsam gegenüber dem Propheten (s.a.w.s), ihre Kenntnis des Quran und der Aussprüche des Propheten (s.a.w.s) sollten beispielhaft sein für alle Muslimischen Frauen.

Gott hat im Quran offenbart, dass alle Ehefrauen des Propheten (s.a.w.s) doppelt belohnt werden würden:

O Frauen des Propheten! Wenn eine von euch sich offenkundig unanständig verhält, wird ihre Strafe verdoppelt werden. Und dies ist Gott ein leichtes. Wer von euch jedoch Gott und Seinem Gesandten gehorcht und rechtschaffen handelt, der geben Wir doppelten Lohn, und Wir haben für sie eine edle Versorgung bereitet (Sure al-Ahzab, 30-31)

Die erste Ehefrau des Propheten (s.a.w.s) war Chadidscha. Sie war auch eine der allerersten Muslime. Als der Prophet (s.a.w.s) seine erste Offenbarung erhielt, berichtete er ihr sofort darüber. Chadidscha ist bekannt für ihre Intelligenz, ihr Wahrnehmungsvermögen, ihre Voraussicht und ihre Weisheit, und sie glaubte sofort und war dem Propheten (s.a.w.s) in den Tagen, die folgen sollten, eine große Hilfe; Sie nahm große physische und geistige Mühen auf sich, die Moral des Quran verbreiten zu helfen.

Noch spricht er aus eigenem Antrieb. Er ist nichts anderes als eine Offenbarung.
(Sure al-Najm, 3-4)

Muhammad ist der Gesandte Gottes. Seine Anhänger sind streng gegen die Ungläubigen,
aber barmherzig untereinander…
(Sure al-Fath, 29)

Auch die anderen Frauen des Propheten (s.a.w.s) Sauda, Aische, Hafsah, Umm Habiba, Umm Salama, Safia, Moyomuna, Zeyneb bint Jahsh und Juwairya werden wegen ihrer Opferbereitschaft, Geduld und Loyalität zum Propheten (s.a.w.s) erwähnt und sind exzellente Vorbilder für die Gläubigen.

Der Prophet (s.a.w.s) umsorgte seine Frauen ebenso wie die Kinder und er sorgte dafür, dass ihr Glaube, ihre Gesundheit, Glück und Wissen ständig größer und besser wurden. Es wird berichtet, dass der Prophet (s.a.w.s) mit seinen Frauen spielte und mit ihnen um die Wette lief. Seine Gefährten beschreiben die Sorge des Propheten (s.a.w.s) um seine Ehefrauen mit den Worten: „Der Prophet pflegte mit seinen Frauen zu scherzen…“(202)

Von Aische wird überliefert: „Ich habe niemals einen Mann gesehen, der größere Zuneigung für seine Familie empfand, als Muhammad (s.a.w.s).“(203)

… Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten. Zu Gott ist euere Heimkehr allzumal, und Er wird euch dann darüber aufklären, worüber ihr uneins seid.
(Sure al-Ma’ida, 48)

Eine weitere Charakteristik des Propheten (s.a.w.s) war die große Gerechtigkeit gegenüber seinen Frauen. Es wird berichtet, dass er ihnen jeweils die gleiche Zahl Besuche abstattete.

Anas bin Malik sagte:

"Gottes Apostel (s.a.w.s) hatte 9 Frauen. Da er also seine Zeit unter ihnen aufteilte, war die erste Frau erst nach neun Tagen wieder an der Reihe. Sie alle pflegten sich im Haus der Frau zusammenzufinden, zu der er kam (und die Nacht verbrachte).“(204)

Viele der Worte des Propheten (s.a.w.s) machen klar, wie wertvoll fromme Frauen sind. Einer seiner Aussprüche dazu lautet: „Die ganze Welt ist ein Geschenk, und das beste davon in dieser Welt ist die gottesfürchtige Frau.“(205)

Der Prophet (s.a.w.s) gebot seinen Gefährten, wie sie ihre Ehefrauen behandeln sollten:

„Der vollkommene Gläubige ist der, der der Beste im Verhalten ist. Der Beste von euch ist der, der seine Ehefrau am besten behandelt.“(206)

„Der Beste von euch ist der, der seine Ehefrau am besten behandelt, und ich bin der Beste von euch gegenüber meinen Frauen.“(207)



152. Imam Muhammed bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Band 5, S. 33
153. http://www.alinaam.org.za/LIBRARY/pGott.htm
154. http://www.salaam.co.uk/knowledge/ruqaiyyah4.php158
155. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band III, S. 52
156. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S. 132
157. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings, Band II, S.248
158. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 33
159. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 33
160. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 33
161. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 34
162. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 34
163. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 33
164. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 32
165. Imam Muhammed Bin Muhammed bin Sulayman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume5, Iz Publications, S. 32
166. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S.140
167. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings, Band II, S.131
168. http://www.ourdialogue.com/m25.htm
169. Sahih Bukhari Hadith
170. Sahih Bukhari, Islamic Book Service Publications, New Delhi, 2002, Band 7, S.241
171. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 15, S. 209
172. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001,Volume III, S.68
173. Sahih Bukhari, Islamic Book Service Publications, New Delhi, 2002, Band 3, S. 597
174. Riyad-us-Saliheen, Band 2, Compiled by Al-Imam Abu Zakariya Yahya bin Sharaf An-Nawawi Ad-Dimashqi, S. 1330
175. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band III, S. 124
176. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band III, S. 167
177. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 448
178. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 450
179. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 450-451
180. http://www.diyanetvakfi.dk
181. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 15, S. 209
182. Sahih Muslim, Band IV, S. 110
183. Imam Muhammad Bin Muhammad bin Suleyman er-Rudani, Cem'ul-fevaid min Cami'il-usul ve Mecma'iz-zevaid, Volume 5, S. 136
184. Sahih Muslim, Islamic Book Service, New Delhi (India), Band IV, Number2421R1
185. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 508
186. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 508
187. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 509
188. Sahih Muslim, Band 7, Nummer 3170
189. Sahih Muslim, Band 4, Nummer 1885-2772
190. Sahih Bukhari Band 3, Buch 34, Nummer 333
191. Sahih Muslim, Kitab al-Fada'il, Buch 30, Nummer 5758
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193. http://www.usc.edu/dept/MSA/fundamentals/Prophet/Prophet description.html#children
194. Sahih Bukhari, Islamic Book Service Publications, New Delhi, 2002, Band 8, S.199
195. Sahih Bukhari, Nummer 91
196. Sahih Muslim, 15/75, Kitab al-Fada'il
197. Sahih Bukhari and Muslim Hadiths
198. Abu Katada Hadith
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200. Al Hafiz ibn al-Dayba al-Shaybani, Taysir al-'usul ilaJami al-'usul, Band 2, S. 515
201. Tirmidhi Hadith
202. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din, Band 2, S. 32
203. Sahih Muslim, Kitab al-Fada'il,63
204. Sahih Muslim, Islamic Book Service Publications, New Delhi, 1998, Buch 8, Nummer 3450
205. Sahih Muslim, Buch 8, No. 3465
206. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001,Band II, S.32
207. Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001,Vol.II, S.32

 
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